"Mobile First im UX-Design effektiv umsetzen"

Autor: Roman Mayr

"Mobile First im UX-Design effektiv umsetzen"

UX & UI Design ·

Mobiles Design zuerst: Eine Notwendigkeit im digitalen Zeitalter

Mit dem immer steigenden Anteil der Nutzer, die über mobile Geräte auf Internetinhalte zugreifen, ist es unerlässlich geworden, den Ansatz „Mobile First“ im UX- und UI-Design zu priorisieren. Dabei wird ein Produkt zuerst für mobile Endgeräte konzipiert und erst anschliessend auf grössere Bildschirme angepasst. Das bringt nicht nur eine bessere Nutzererfahrung, sondern auch optimierte Ladezeiten und höhere Benutzerfreundlichkeit für alle Geräte mit sich.

Typische Fehler bei der Mobile-First-Umsetzung

Ein häufiger Fehler beim Mobile-First-Design liegt in der Vernachlässigung der Touch-Navigation. Oft sind Schaltflächen und interaktive Elemente zu klein oder zu eng beieinander platziert, was die Bedienbarkeit auf Touchscreens stark beeinträchtigt. Die Korrektur besteht darin, ausreichend grosse und gut platzierte Berührungselemente zu implementieren. Hierbei sollten Design-Richtlinien wie minimale Grösse von 44x44 Pixeln für Touch-Ziele beherzigt werden.

Ein weiterer Faktor, der oft übersehen wird, ist die Berücksichtigung langsamer Internetverbindungen. Viele mobile Nutzer haben nicht dieselbe Bandbreite zur Verfügung wie solche mit stabiler WLAN-Verbindung. Der Fehler liegt in der zu grosszügigen Nutzung von hochauflösenden Bildern und ressourcenintensiven Elementen. Die Korrektur besteht hier in der Implementierung von „Lazy Loading“ und optimierten Bildern, um die Ladegeschwindigkeit zu erhöhen.

Gut gemeinte, aber oft fehlgeleitete Versuche, den Inhalt für Mobilgeräte zu reduzieren, können auch den Fehler beinhalten, wesentliche Informationen zu entfernen. Dies kann die Nutzererfahrung negativ beeinflussen. Der richtige Ansatz ist, Inhalte zu priorisieren und zu strukturieren, um sicherzustellen, dass die wichtigsten Informationen erhalten bleiben und schnell zugänglich sind.

Handlungsanleitung für die Umsetzung in den nächsten 14–30 Tagen


  1. Analyse der aktuellen Nutzung: Beginnen Sie mit einer Durchsicht der bestehenden Nutzerdaten. Verstehen Sie, von welchen Geräten aus Ihre Nutzer hauptsächlich zugreifen und welche Probleme sie möglicherweise derzeit bei der mobilen Nutzung Ihrer Website oder Anwendung haben.
  2. Prototypenentwicklung: Erstellen Sie simple, klickbare Prototypen Ihrer App oder Website. Diese Prototypen sollten die reale mobile Erfahrung widerspiegeln. Testen Sie iterativ und sammeln Sie Feedback von Echtanwendern.
  3. Optimierung des Mobilen Designs: Konzentrieren Sie sich auf die Optimierung der Touch-Elemente und die Ladezeiten, indem Sie „Lazy Loading“ aktivieren und alle Bilder für die mobile Nutzung komprimieren. Entwickeln Sie klare, vorrangige Inhalte und stellen Sie sicher, dass diese leicht zugänglich und lesbar sind.
  4. Umsetzung der Anpassungen: Nach der Prototypen- und Testphase beginnen Sie mit der Umsetzung der benötigten Anpassungen. Halten Sie dabei ständig Kontakt mit einem ausgewählten Team von Testbenutzern.
  5. Regelmässiges Testen und Feedbackschleifen: Führen Sie nach der Veröffentlichung regelmässige Tests durch und bitten Sie Nutzer um Feedback. Achten Sie besonders auf Änderungen im Nutzerverhalten und passen Sie Ihr Design entsprechend an.

Durch strikte Fokussierung auf den „Mobile First“-Ansatz wird die Benutzerfreundlichkeit Ihrer digitalen Angebote signifikant verbessert, was zu einer höheren Nutzerzufriedenheit und letztlich zur Steigerung Ihrer Geschäftsergebnisse führen kann.