Mobile First im UX/UI Design gezielt einsetzen

Autor: Roman Mayr

Mobile First im UX/UI Design gezielt einsetzen

UX & UI Design ·

Mobile First: Ein Ansatz mit Priorität

Die mobile Nutzung des Internets hat in den letzten Jahren exponentiell zugenommen, was den Ansatz "Mobile First" zu einem wesentlichen Bestandteil moderner UX/UI-Designstrategien macht. Dieser Ansatz priorisiert das Design und die Entwicklung für mobile Endgeräte, bevor auf grössere Bildschirmformate skaliert wird. Die Notwendigkeit, zuerst mobil zu denken, ergibt sich aus der Tatsache, dass immer mehr Nutzer ihre Aktivitäten online über Smartphones und Tablets erledigen. Ein fehlerfreies mobiles Erlebnis ist daher entscheidend für die Zufriedenheit und Bindung der Nutzer.

Typische Fehler und ihre Korrekturen

Erstens ist ein häufiger Fehler das Überladen von mobilen Seiten mit zu vielen Inhalten und Funktionen. Einen mobilen Bildschirm mit unnötigen Informationen zu überfrachten, führt oft zu Überforderung und Verwirrung der Nutzer. Die Korrektur besteht darin, Inhalte zu priorisieren und lediglich die wesentlichen Informationen auf mobilen Ansichten zu präsentieren. Diese Priorisierung erfordert eine klare Definition der wichtigsten Inhalte und Funktionen, die den Wert für den Nutzer unmittelbar erhöhen.

Zweitens neigen viele Designer dazu, responsive Designs nur durch Skalierung eines Desktop-Layouts auf mobile Grösse zu erstellen. Dadurch entsteht oftmals eine schlechte Benutzererfahrung, da die für grössere Bildschirme konzipierten Elemente nicht optimal auf kleineren Bildschirmen funktionieren. Stattdessen sollte das Design von Grund auf für mobile Geräte konzipiert werden, wobei einfache Navigation, grosse, leicht zugängliche Schaltflächen und optimale Lesbarkeit beachtet werden müssen.

Drittens wird häufig die Bedeutung des schnellen Seitenladens unterschätzt. Auf mobilen Geräten, die oft mit begrenzter Bandbreite konfrontiert sind, kann eine zu lange Ladezeit frustrierend sein. Eine Korrektur kann hier durch die Minimierung der Dateigrössen von Bildern und die Implementierung von Lazy-Loading-Techniken erreicht werden, um die Leistung zu verbessern und die Ladezeiten zu reduzieren.

Handlungsanleitung für die nächsten 14–30 Tage


  1. Analyse und Planung (Tag 1–5):
Beginnen Sie mit einer gründlichen Analyse Ihrer aktuellen Website und identifizieren Sie die wichtigsten Inhalte und Funktionen. Entwickeln Sie eine Prioritätenliste basierend auf den Bedürfnissen und Erwartungen Ihrer mobilen Nutzer. Setzen Sie klare Ziele fest, welcher Mehrwert durch Mobile-First-Umsetzung geschaffen werden soll.
  1. Design und Entwicklung (Tag 6–20):
Arbeiten Sie mit Ihren UX/UI-Designern an einem neuen Layout, das speziell für mobile Geräte optimiert ist. Legen Sie besonderen Wert auf Einfachheit, intuitive Navigation und schnelle Zugänglichkeit der Inhalte. Nutzen Sie Prototyping-Tools, um Ihre Ideen zu visualisieren und testen Sie diese frühzeitig mit einer Nutzergruppe, um wertvolles Feedback zu erhalten.
  1. Testing und Optimierung (Tag 21–30):
Führen Sie umfangreiche Tests auf verschiedenen mobilen Geräten und unter unterschiedlichen Netzbedingungen durch. Achten Sie besonders auf die Performance und das Benutzererlebnis. Identifizieren Sie Engpässe und überarbeiten Sie diese umgehend. Nutzen Sie A/B-Tests, um verschiedene Ansätze zu bewerten und Ihre mobilen Designs weiter zu optimieren.

Durch die konsequente Umsetzung des Mobile-First-Prinzips wird sichergestellt, dass Nutzer auf mobilen Endgeräten ein ebenso zufriedenstellendes Erlebnis haben wie auf Desktops, was in einer erhöhten Nutzungsbereitschaft und Bindung resultiert.