Monitoring-Praktiken in der Cloud-Infrastruktur

Autor: Roman Mayr

Monitoring-Praktiken in der Cloud-Infrastruktur

Cloud-Infrastruktur ·

Effektives Monitoring und Alerting in der Cloud-Infrastruktur

Eine zuverlässige Cloud-Infrastruktur erfordert ein effektives Monitoring und ein durchdachtes Alerting-System. Diese Elemente sind entscheidend, um die Systemverfügbarkeit sicherzustellen, Leistungseinbrüche zu identifizieren und auf unvorhergesehene Probleme rechtzeitig reagieren zu können. Oftmals werden jedoch im Betrieb typische Fehler gemacht, die die Effizienz dieser Systeme beeinträchtigen. Eine gezielte Optimierung kann hier nachhaltige Verbesserungen bewirken.

Typische Fehler im Monitoring und Alerting

Erstens ist eine häufige Fehlannahme, dass „mehr besser ist“. Viele Unternehmen neigen dazu, alle verfügbaren Metriken zu überwachen, ohne eine klare Strategie dahinter. Dies führt zu einer Unübersichtlichkeit und erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass kritische Alarme in der Masse untergehen. Um dies zu korrigieren, sollten spezifische Metriken identifiziert werden, die für die Kernziele des Unternehmens von Bedeutung sind. Die Implementierung einer Priorisierungsstrategie hilft, die wichtigsten Alarme hervorzuheben.

Zweitens wird oft die Eskalationsstrategie vernachlässigt. Ein gutes Alerting-System sollte nicht nur Alarme auslösen, sondern auch klar definierte Schritte zur Problemenlösung bieten. Fehlen Eskalationsprotokolle, kann dies zu unnötigen Verzögerungen in der Problemlösung führen. Hier empfiehlt es sich, für jede Art von Alarm festzulegen, welche Schritte von wem zu ergreifen sind und wie die Eskalation abläuft, falls die primären Massnahmen nicht greifen.

Drittens herrscht oft eine mangelnde Integration zwischen Überwachungs- und Kommunikationssystemen. Alarme gehen ins Leere, wenn sie nicht zuverlässig an die zuständigen Teams weitergeleitet werden. Die Behebung dieses Problems umfasst die Implementierung eines zentralisierten Kommunikationssystems, in das alle relevanten Monitoring-Tools eingebunden sind, um sicherzustellen, dass Alarme zeitnah den richtigen Personen angezeigt werden.

Handlungsanleitung für die nächsten 14–30 Tage


  1. Kriterien definieren: Beginnen Sie damit, sämtliche überwachten Metriken zu überprüfen. Setzen Sie klare Prioritäten basierend auf den wichtigsten Geschäftsprozessen. Reduzieren Sie die Anzahl der überwachten Metriken auf die wesentlichen Parameter und vermeiden Sie unnötige Komplexität.
  2. Eskalationsprotokolle etablieren: Entwickeln Sie für jeden Alarmtyp ein detailliertes Eskalationsprotokoll. Definieren Sie Verantwortlichkeiten und stellen Sie sicher, dass alle Teammitglieder über diese Protokolle informiert sind. Simulieren Sie Szenarien, um die Effektivität der Protokolle zu testen.
  3. Systemintegration vorantreiben: Überprüfen Sie die Integration Ihrer Monitoring-Tools mit Kommunikationssystemen und optimieren Sie die Schnittstellen, sofern nötig. Nutzen Sie automatisierte Kommunikationswerkzeuge, um die Effizienz im Informationsfluss zu erhöhen – z.B. durch den Einsatz von Plattformen wie Slack oder Microsoft Teams.

Durch diese Maßnahmen lassen sich die Zuverlässigkeit und Effizienz von Monitoring und Alerting innerhalb der Cloud-Infrastruktur signifikant steigern. Eine kritischere Auswahl von Metriken, klar definierte Protokolle und eine integrierte Kommunikationsstrategie sichern die erforderliche Agilität im IT-Betrieb.