Nachhaltigkeit in der Unternehmenskultur verankern

Autor: Roman Mayr

Nachhaltigkeit in der Unternehmenskultur verankern

Nachhaltigkeit & ESG ·

Nachhaltigkeitskultur als zentraler Bestandteil der Unternehmensstrategie

Die Etablierung einer Nachhaltigkeitskultur in einem Unternehmen geht weit über das oberflächliche Umsetzen von Umweltinitiativen hinaus. Sie erfordert eine tiefgreifende Integration von ökologischen, sozialen und governance-orientierten Prinzipien in die tägliche Geschäftspraxis. Diese Kultur entscheidend zu verankern, bedeutet in erster Linie, alle Mitarbeitenden zu sensibilisieren und ihnen die Bedeutung sowie konkrete Anwendungsmöglichkeiten im Betriebsalltag aufzuzeigen.

Typische Fehler bei der Etablierung einer Nachhaltigkeitskultur

Ein häufiger Fehler besteht darin, Nachhaltigkeit als isoliertes Projekt statt als vollintegrierte Unternehmenskultur zu behandeln. Wenn Nachhaltigkeitsbemühungen lediglich als Marketinginstrument eingesetzt werden, ohne tiefgreifende Änderungen in den Geschäftsprozessen oder im Verhalten des Personals zu bewirken, verpuffen diese Massnahmen oft ohne langfristigen Effekt. Eine echte Weiterentwicklung erfordert hingegen, dass alle Ebenen der Organisation kontinuierlich sensibilisiert und einbezogen werden.

Ein weiterer Fehler ist die mangelnde Transparenz. Ohne eine klare und offene Kommunikation der Ziele, Massnahmen und Resultate bleiben Initiativen oft ineffektiv. Rückhalt und Vertrauen schaffen Unternehmen, indem sie Ergebnisse, Erfolge und auch Fehltritte ehrlich und regelmässig kommunizieren. Dies fördert nicht nur das Engagement der Mitarbeitenden, sondern dient auch als Anreiz zur kontinuierlichen Verbesserung.

Korrekturansätze für eine glaubwürdige Nachhaltigkeitskultur

Um Nachhaltigkeit in der Unternehmenskultur erfolgreich zu verankern, sollten diese Massnahmen als strategischer Bestandteil in die gesamte Unternehmensplanung integriert werden. Schulungen und Workshops, die die Mitarbeiter befähigen, nachhaltige Entscheidungen zu treffen, müssen institutionalisiert werden. Führungskräfte sollten als Vorbilder fungieren und zeigen, wie Nachhaltigkeit aktiv gelebt wird.

Eine transparente Berichterstattung über Erfolge und Verbesserungsbedarfe, z.B. durch regelmässige interne Updates oder Nachhaltigkeitsberichte, erhöht die Glaubwürdigkeit und verbessert die interne Akzeptanz. Es ist entscheidend, auf authentische Weise über Fortschritte zu informieren, um Glaubwürdigkeit und Vertrauen aufzubauen.

Handlungsanleitung für die nächsten 14–30 Tage


  1. Bestandsaufnahme der aktuellen Nachhaltigkeitspraktiken: Analysieren Sie, wie Nachhaltigkeit derzeit im Unternehmen gelebt wird und identifizieren Sie Bereiche mit Verbesserungspotential.
  2. Erstellung eines Massnahmenplans: Entwickeln Sie in Zusammenarbeit mit verschiedenen Abteilungen einen konkreten Aktionsplan, der klare Ziele und Zeitvorgaben enthält, um Nachhaltigkeitsaspekte in den täglichen Betrieb zu integrieren.
  3. Interne Kommunikationskampagne: Starten Sie eine Kommunikationskampagne, um das Bewusstsein für die Ziele der Nachhaltigkeitsstrategie zu schärfen und um sicherzustellen, dass alle Mitarbeitenden informiert und engagiert sind.
  4. Workshops und Schulungen durchführen: Organisieren Sie Schulungen, um das Wissen der Mitarbeitenden über nachhaltige Praktiken zu vertiefen und praktische Umsetzungsfähigkeiten zu fördern.
  5. Feedback-Schleifen einrichten: Sorgen Sie für regelmässiges Feedback der Mitarbeitenden zu den etablierten Praktiken und passen Sie den Plan bei Bedarf agil an.

Durch schrittweises Vorgehen in diesen Bereichen wird es Ihrem Unternehmen gelingen, eine dauerhafte und gewinnbringende Nachhaltigkeitskultur zu etablieren.