Nachhaltigkeitskultur in KMU fördern

Autor: Roman Mayr

Nachhaltigkeitskultur in KMU fördern

Nachhaltigkeit & ESG ·

Eine Nachhaltigkeitskultur etablieren: Ein klarer Weg für Schweizer KMU

Die Etablierung einer Nachhaltigkeitskultur in einem Unternehmen ist für viele Schweizer KMU ein entscheidender Schritt, um sowohl ökologische Verantwortung zu übernehmen als auch langfristige wirtschaftliche Vorteile zu sichern. Eine fest verankerte Nachhaltigkeitskultur fördert nicht nur das Unternehmensimage, sondern kann auch zu Kosteneinsparungen und einer gesteigerten Wettbewerbsfähigkeit führen. Doch der Weg dorthin ist nicht immer frei von Fallstricken.

Häufige Fehler und deren Korrektur

Ein typischer Fehler ist das Fehlen einer klaren Strategie. Viele Unternehmen starten mit Einzelinitiativen, ohne eine umfassende Nachhaltigkeitsstrategie zu entwickeln. Dies führt oft zu kurzlebigen Projekten und einer geringen Durchdringung in der Unternehmenskultur. Korrektur: Entwickeln Sie eine klare Nachhaltigkeitsstrategie, die mit den übergeordneten Unternehmenszielen übereinstimmt. Starten Sie mit einer Bestandsaufnahme und definieren Sie messbare Ziele.

Ein weiterer verbreiteter Fehler ist das Ignorieren des Mitarbeitereinbezugs. Nachhaltigkeitsmassnahmen, die ohne das Engagement der Mitarbeitenden umgesetzt werden, laufen Gefahr, wirkungslos zu bleiben. Korrektur: Fördern Sie eine offene Kommunikationskultur, in der Mitarbeitende Ideen einbringen können und aktiv an der Gestaltung von Nachhaltigkeitsinitiativen beteiligt sind.

Der dritte Fehler ist die Vernachlässigung der internen und externen Kommunikation. Wenn die Bemühungen des Unternehmens nicht gut kommuniziert werden, kann dies zu Missverständnissen und mangelnder Akzeptanz führen. Korrektur: Entwickeln Sie eine umfassende Kommunikationsstrategie, die sowohl interne als auch externe Zielgruppen anspricht. Nutzen Sie dazu unterschiedliche Kanäle, um die Botschaften effektiv zu verbreiten.

Handlungsanleitung für die nächsten 14–30 Tage


  1. Bestandsaufnahme und Zieldefinition (Tage 1-5): Beginnen Sie mit einer umfassenden Bestandsaufnahme der aktuellen Nachhaltigkeitsmassnahmen und -praktiken in Ihrem Unternehmen. Definieren Sie klare Ziele, die sich in konkrete und messbare Initiativen übersetzen lassen.
  2. Strategieentwicklung (Tage 6-10): Basierend auf der Bestandsaufnahme erarbeiten Sie eine übergeordnete Nachhaltigkeitsstrategie. Achten Sie darauf, dass diese Strategie in Einklang mit Ihrer allgemeinen Unternehmensvision steht und alle relevanten Geschäftsbereiche umfasst.
  3. Mitarbeitereinbindung (Tage 11-15): Organisieren Sie Workshops oder Team-Meetings, um das Thema Nachhaltigkeit für Ihre Mitarbeitenden greifbar zu machen. Nutzen Sie diese Gelegenheiten, um Inputs zu sammeln und Initiativen auf den Weg zu bringen, die die Unterstützung der Belegschaft finden.
  4. Kommunikationsplan (Tage 16-20): Entwickeln Sie einen Kommunikationsplan, der sowohl die interne Unterstützung gewährleistet als auch die externe Wahrnehmung fördert. Stellen Sie sicher, dass Fortschritte, Erfolge und Herausforderungen regelmässig kommuniziert werden.
  5. Umsetzung erster Massnahmen (Tage 21-30): Beginnen Sie mit der Umsetzung erster Massnahmen, die aus Ihrer Strategie abgeleitet wurden. Dies könnten einfache Änderungen im Arbeitsalltag sein, wie z.B. die Optimierung von Ressourcennutzung oder Energiesparmassnahmen, die schnell sichtbare Erfolge bringen.

Eine wohlüberlegte, strategische Herangehensweise in den ersten 30 Tagen kann den Weg ebnen, um eine echte Nachhaltigkeitskultur in Ihrem Unternehmen zu etablieren, die langfristig trägt.