
OKR & Zielmanagement: Messbare Ziele setzen
Kernaussage: Die erfolgreiche Umsetzung von OKR (Objectives and Key Results) setzt voraus, dass die Ziele klar definiert und messbar sind, um die Leistung eines Unternehmens präzise zu steuern und zu verbessern.
Typische Fehler bei der Formulierung von messbaren Zielen
Ein häufiger Fehler bei der Definition von Zielen ist ihre Unklarheit. Unpräzise Ziele wie "Umsatz steigern" lassen zu viel Interpretationsspielraum zu und erschweren die Überprüfung des Fortschritts. Ein Ziel muss specific (spezifisch) und measurable (messbar) sein, um effektiv verfolgt werden zu können. Eine Möglichkeit zur Korrektur besteht darin, Ziele mit konkreten Zahlen zu versehen, beispielsweise "den Umsatz um 10 % im nächsten Quartal steigern."
Ein weiterer typischer Fehler ist die Überforderung durch zu viele Ziele. Unternehmen neigen dazu, eine grosse Anzahl von Zielen zu setzen, was die Priorisierung und den Fokus gefährdet. Die Beschränkung auf drei bis fünf Hauptziele pro Zyklus hilft, die Konzentration zu bewahren und die Ressourcen effizient zu nutzen. Durch eine klare Priorisierung können Teams ihre Bemühungen auf die für den Unternehmenserfolg entscheidendsten Ziele richten.
Der dritte Fehler besteht darin, dass die gesetzten Ziele nicht relevant oder realistisch sind. Ziele, die nicht mit der übergeordneten Unternehmensstrategie übereinstimmen oder ausserhalb der aktuellen Möglichkeiten liegen, führen oft zu Frustration und Ineffizienz. Es ist wichtig, dass gesetzte Ziele eine herausfordernde, aber erreichbare Realität widerspiegeln und im Einklang mit den strategischen Unternehmenszielen stehen.
Handlungsanleitung für die nächsten 14–30 Tage
- Zielüberprüfung und Anpassung: Nehmen Sie sich in den nächsten sieben Tagen Zeit, bestehende Ziele zu überprüfen und diese bei Bedarf anzupassen, um sicherzustellen, dass sie spezifisch, messbar, relevant und strategiekonform sind. Mindestens ein Sitzungstag sollte gemeinsam mit den relevanten Teams eingeplant werden.
- Priorisierung und Klarheit schaffen: Innerhalb von zwei Wochen erstellen Sie eine Rangliste der Ziele nach Wichtigkeit. Diskutieren Sie in Abteilungsmeetings die angestrebten Ziele, um jedem Teammitglied Klarheit darüber zu verschaffen, welche Ziele Priorität haben und warum.
- Messkriterien festlegen: Entwickeln Sie innerhalb von drei Wochen genaue Schlüsselkennzahlen (Key Performance Indicators, KPIs), um den Fortschritt messen zu können. Diese sollten so gestaltet sein, dass sie regelmässige Updates ermöglichen und bei Abweichungen frühzeitige Massnahmen zulassen.
- Regelmässige Überprüfung und Anpassung: Planen Sie wöchentliche oder zweiwöchentliche Check-ins ein, um den Fortschritt zu überprüfen und gegebenenfalls die Zielvorhaben an neue Gegebenheiten anzupassen. So bleiben die Ziele dynamisch und relevant.
Durch die konsequente Umsetzung dieser Schritte schaffen Sie die Grundlage für ein effektives Zielmanagement, das nicht nur die Leistung verbessert, sondern auch die langfristigen strategischen Ziele Ihres Unternehmens in den Vordergrund rückt.