OKR & Zielmanagement: OKR-Zyklus einführen

Autor: Roman Mayr

OKR & Zielmanagement: OKR-Zyklus einführen

OKR & Zielmanagement ·

OKR-Zyklus erfolgreich einführen: Präzision und Konsequenz als Schlüssel

Die Einführung eines OKR-Zyklus (Objectives and Key Results) bietet Schweizer KMUs die Möglichkeit, die Unternehmensziele klar zu formulieren und den Mitarbeitern nachvollziehbare Erfolgskriterien an die Hand zu geben. Das OKR-Modell kann besonders in dynamischen und wachstumsorientierten Umgebungen die Prioritätssetzung und Abstimmung innerhalb eines Unternehmens erheblich verbessern.

Typische Fehler bei der Einführung eines OKR-Zyklus


  1. Unklare Ziele und unpräzise Formulierungen
Fehler: Eines der häufigsten Versäumnisse ist es, die Ziele zu vage oder ambitioniert zu definieren. Die OKRs sollen konkret und erreichbar sein, um Orientierung und Motivation zu bieten.

Korrektur: Beginnen Sie damit, realistische Zielsetzungen zu definieren, die spezifisch sind. Nutzen Sie SMART-Kriterien (Spezifisch, Messbar, Erreichbar, Relevant, Zeitgebunden) als Leitfaden zur Formulierung Ihrer Objectives und Key Results.
  1. Vernachlässigung der Regelmässigkeit
Fehler: Die Implementierung eines OKR-Zyklus erfordert Regelmässigkeit. Einmal eingeführte OKRs werden oft nicht regelmäßig überprüft und angepasst, was zu einem Verlust des Fokus führen kann.

Korrektur: Planen Sie regelmässige Check-ins, mindestens alle vier Wochen, um den Fortschritt zu bewerten und gegebenenfalls Anpassungen vorzunehmen. Diese Überprüfungen sind entscheidend, um sicherzustellen, dass alle Teammitglieder auf Kurs bleiben.
  1. Mangelnde Einbindung aller Mitarbeitenden
Fehler: Der OKR-Zyklus wird oft nur auf Führungsebene gesehen, anstatt alle Mitarbeitenden einzubeziehen, was zu einem Gefühl der Trennung und mangelnde Verantwortlichkeit führen kann.

Korrektur: Stellen Sie sicher, dass alle Mitarbeitenden in den Prozess integriert werden. Sie sollten nicht nur über die Ziele informiert sein, sondern auch die Möglichkeit haben, eigene OKRs zu entwickeln, die zu den übergeordneten Unternehmenszielen beitragen.

Handlungsanleitung für die ersten 14 bis 30 Tage


  1. Vorbereitung
Beginnen Sie mit der Schulung der Führungskräfte und Mitarbeitenden über das OKR-Modell. Entwickeln Sie ein gemeinsames Verständnis und schaffen Sie eine Kultur der Transparenz und kontinuierlichen Verbesserung. Dies kann durch Workshops oder andere Schulungen erreicht werden.
  1. Zielsetzung
In der ersten Woche legen Sie die übergeordneten Unternehmensziele für den kommenden Zyklus fest. Diese sollten von der Unternehmensstrategie abgeleitet werden.
  1. OKR-Formulierung
In Woche zwei beginnen die Teams mit der Formulierung ihrer individuellen OKRs, die im Einklang mit den Unternehmenszielen stehen. Dabei sollte auf die SMART-Kriterien geachtet werden, um Klarheit und Machbarkeit zu gewährleisten.
  1. Implementierung
In Woche drei führen Sie die festgelegten OKRs ein. Kommunizieren Sie offen und stellen Sie sicher, dass alle Beteiligten die Bedeutung und den Zweck der OKRs verstehen. Eröffnen Sie Kanäle für Feedback und Fragen, um Missverständnisse von Anfang an zu vermeiden.
  1. Überprüfung und Anpassung
Ab Woche vier führen Sie die ersten Check-ins durch, um den Fortschritt zu evaluieren und mögliche Anpassungen vorzunehmen. Nutzen Sie diese Überprüfungen auch, um Erfolge zu feiern und erkannten Arbeitsbedarf zu adressieren.

Die erfolgreiche Einführung eines OKR-Zyklus erfordert Engagement und Disziplin, kann jedoch mittelfristig die Leistungsfähigkeit und den Fokus eines KMUs erheblich steigern. Damit schaffen Sie die Basis für nachhaltiges Wachstum und eine transparente, zielorientierte Unternehmenskultur.