
Open Innovation im Innovationsmanagement effektiv einsetzen
Open Innovation: Chancen nutzen und Herausforderungen überwinden
Der Ansatz der Open Innovation kann für KMU eine wirkungsvolle Strategie sein, um innovative Lösungen zu entwickeln und die eigene Wettbewerbsfähigkeit zu sichern. Open Innovation beinhaltet die aktive Einbeziehung externer Akteure – Kunden, Lieferanten, externe Entwickler und Forschungseinrichtungen – in den Innovationsprozess. Obwohl dieser Ansatz viel Potenzial birgt, gibt es typische Fehler, die den Erfolg mindern können. Hier werden einige dieser Fehler sowie deren Korrekturmöglichkeiten behandelt, bevor in einer abschliessenden Handlungsanleitung aufgezeigt wird, wie KMU diesen Ansatz innerhalb von 14 bis 30 Tagen effizient umsetzen können.
Fehler 1: Fehlende klare Zielsetzung
Ein häufiger Fehler beim Einsatz von Open Innovation ist das Fehlen klar definierter Ziele. Ohne klare Zielsetzungen laufen die Beteiligten Gefahr, sich in den bereitgestellten Informationen zu verlieren oder sich in unterschiedliche Richtungen zu bewegen. Die Korrektur dieses Fehlers besteht darin, präzise und messbare Ziele zu setzen. Diese sollten sowohl kurzfristige Erfolge als auch längerfristige Strategien berücksichtigen. Beispielsweise könnte ein Ziel sein, innerhalb von sechs Monaten drei neue Produktideen zu generieren, die in bestehende Geschäftsmodelle integriert werden können.
Fehler 2: Unzureichende Integration in bestehende Strukturen
Open Innovation wird oft isoliert vom Rest der Organisation behandelt, was zu Ressourcenverschwendung und Frustration führen kann. Die Lösung besteht darin, Open Innovation nahtlos in die bestehenden Unternehmensstrukturen zu integrieren. Abteilungen sollten eng zusammenarbeiten, um synergetische Effekte zu erzielen. Dies erfordert eine gezielte Schulung der Mitarbeiter und die Schaffung kultureller Werte, die Offenheit und Zusammenarbeit fördern.
Fehler 3: Vernachlässigung von geistigem Eigentum
Viele Unternehmen berücksichtigen nicht ausreichend die Risiken und Herausforderungen im Zusammenhang mit dem Schutz geistigen Eigentums, was dazu führen kann, dass wertvolle Innovationen an Dritte verloren gehen. Um diesem Fehler vorzubeugen, sollten KMU klare rechtliche Rahmenbedingungen schaffen, die den Schutz sowohl des eigenen als auch des gemeinsam mit Partnern entwickelten geistigen Eigentums sicherstellen. Dies kann durch den Abschluss von Non-Disclosure-Agreements (NDAs) und durch Patentanmeldungen geschehen.
Handlungsanleitung für 14–30 Tage
- Zieldefinition und Strategieentwicklung (0–7 Tage):
- Organisieren Sie ein Kick-off-Meeting mit Schlüsselpersonen, um die Ziele von Open Innovation klar zu definieren.
- Entwickeln Sie eine vorläufige Strategie, wie externe Partner in den Innovationsprozess eingebunden werden sollen.
- Integration und Schulung (8–14 Tage):
- Bestimmen Sie die Mitarbeiter, die direkt in Open-Innovation-Projekte involviert werden.
- Führen Sie Workshops durch, um die notwendigen Kompetenzen und das Verständnis für Open Innovation zu schärfen.
- Entwickeln Sie Kommunikationskanäle zwischen den Abteilungen, um eine effiziente Zusammenarbeit zu gewährleisten.
- Aufbau eines Netzwerks (15–21 Tage):
- Identifizieren und kontaktieren Sie potenzielle externe Partner, darunter Universitäten, Lieferanten und Innovations-Communities.
- Planen und initiieren Sie Treffen oder kleine Workshops zum Austausch erster Ideen und zur Sondierung von Kooperationsmöglichkeiten.
- Sicherungsmechanismen implementieren (22–30 Tage):
- Erstellen Sie, gegebenenfalls mit rechtlicher Unterstützung, Verträge und Vereinbarungen, um geistiges Eigentum zu schützen.
- Überprüfen Sie bestehende Schutzmassnahmen und passen Sie diese an die Anforderungen der Open Innovation an.
Indem KMU strukturiert an die Implementierung von Open Innovation herangehen, können sie nicht nur Innovation fördern, sondern auch nachhaltige Wettbewerbsfähigkeit sichern. Der Schlüssel liegt in klarer Zielsetzung, struktureller Integration und sorgfältigem Management geistigen Eigentums.