Optimale Durchführung von Usability-Tests

Autor: Roman Mayr

Optimale Durchführung von Usability-Tests

UX & UI Design ·

Usability-Tests: Notwendigkeit und effektive Umsetzung

Die Benutzerfreundlichkeit eines Produkts ist ein entscheidender Faktor für dessen Erfolg. Um sicherzustellen, dass eine digitale Anwendung intuitiv und effizient bedienbar ist, sind Usability-Tests unerlässlich. Diese Tests ermöglichen es, Schwachstellen in der Benutzeroberfläche zu identifizieren und zu beheben, bevor das Produkt auf den Markt kommt.

Typische Fehler bei Usability-Tests und deren Behebung:

  1. Fehlerhafte Testplanung: Oftmals wird der Umfang eines Usability-Tests nicht ausreichend definiert, was zu unklaren Testergebnissen führt. Ein Test ohne klar formulierte Ziele und festgelegte Szenarien kann keine gültigen Ergebnisse liefern. Verbesserung: Setzen Sie konkrete Testziele und entwickeln Sie strukturierte Szenarien, die die jeweiligen Aufgaben der Benutzer in realistischen Kontexten simulieren.
  2. Unzureichende Teilnehmerauswahl: Ein weiterer häufiger Fehler ist die Auswahl einer unrepräsentativen Testgruppe. Wenn die Teilnehmer nicht den tatsächlichen Nutzern des Produkts entsprechen, sind die Testergebnisse nur bedingt aussagekräftig. Verbesserung: Definieren Sie Ihre Zielgruppe zu Beginn klar und wählen Sie Testpersonen, die dieser genau entsprechen. Berücksichtigen Sie dabei unterschiedliche Nutzerprofile innerhalb der Zielgruppe.
  3. Missachtung qualitativer Daten: Oftmals werden nur quantitative Daten aus Usability-Tests betrachtet, während qualitative Informationen aus den Gesprächen mit Testpersonen vernachlässigt werden. Verbesserung: Erheben Sie sowohl qualitative als auch quantitative Daten. Achten Sie auf das Feedback der Tester und dokumentieren Sie Beobachtungen und Kommentare. Solche qualitativen Einsichten können auf unerwartete Probleme hinweisen und wertvolle Anregungen für Verbesserungen bieten.

Handlungsanleitung für die nächsten 14–30 Tage

Woche 1-2: Vorbereitung


  • Testziele festlegen: Definieren Sie präzise, welche Aspekte der Benutzeroberfläche getestet werden sollen und welche konkreten Fragestellungen Sie klären möchten.
  • Teilnehmer rekrutieren: Stellen Sie sicher, dass Ihre Testpersonen die Vielfalt Ihrer Zielgruppe repräsentieren. Nutzen Sie bestehende Kundenlisten oder targetieren Sie Ihre Zielgruppe über digitale Kanäle.
  • Testskripte erstellen: Entwickeln Sie detaillierte Szenarien und Aufgaben, die von den Testteilnehmern bearbeitet werden sollen.

Woche 3: Durchführung


  • Usability-Tests abhalten: Führen Sie die Tests in einer neutralen Umgebung durch, um eine entspannte Atmosphäre für die Teilnehmer zu schaffen. Achten Sie darauf, den Ablauf für alle Teilnehmer gleich zu gestalten, um vergleichbare Ergebnisse zu erhalten.
  • Feedback sammeln: Neben der Erfassung von Fehlern und Verzögerungen sollten Sie auch die subjektiven Eindrücke und Tipps der Nutzer dokumentieren.

Woche 4: Auswertung


  • Datenanalyse: Analysieren Sie sowohl quantitative Ergebnisse wie Erfolgsmessungen und Zeitaufwände als auch qualitative Feedbacks. Suchen Sie nach Mustern und wiederkehrenden Problemen.
  • Optimierungsschritte ableiten: Entwickeln Sie auf Basis der Analyse konkrete Massnahmen zur Verbesserung der User Experience und priorisieren Sie diese nach ihrer Dringlichkeit und dem Impact auf die Nutzerfreundlichkeit.

Indem Sie strukturiert vorgehen und auf eine genaue Planung achten, stellen Sie sicher, dass Ihre Usability-Tests wertvolle Erkenntnisse liefern, die direkt in die Optimierung Ihres Produkts einfliessen. Ein nutzerzentrierter Ansatz sorgt dafür, dass Ihre digitalen Produkte effektiv und anwenderfreundlich gestaltet sind, wodurch die User Experience nachhaltig verbessert wird.