
Optimale Gestaltung von Microservices
Microservices bieten potenziell einen hohen Grad an Flexibilität und Skalierbarkeit. Doch um die Vorteile voll auszuschöpfen, ist es entscheidend, diese sorgfältig zu entwerfen. In diesem Artikel werden zwei häufige Fehler beim Entwurf von Microservices untersucht und korrigierende Massnahmen vorgeschlagen. Abschliessend bieten wir eine konkrete Handlungsanleitung für die nächsten 14 bis 30 Tage.
Kernaussage
Beim Entwurf von Microservices ist darauf zu achten, dass der Service nicht zu gross oder zu klein ist und dass die Kommunikation zwischen den Services gut abgestimmt ist, um Systemüberlastung und Ausfälle zu vermeiden.
Häufige Fehler im Design von Microservices
- **Zu feingranulare Services**
Ein häufiger Fehler ist das Design von Microservices, die zu klein und spezifisch sind. Dies kann zu einer aufwendigen Orchestrierung von Abhängigkeiten und einer erhöhten Netzwerkbelastung führen. Wenn jeder Service nur eine minimale Funktion abdeckt, wird die Anzahl der Kommunikationspunkte im Netzwerk sehr gross, was Geschwindigkeit und Zuverlässigkeit beeinträchtigen kann.
*Lösung:*
Führen Sie eine Domänenanalyse durch, um festzustellen, welche Geschäftsprozesse zusammengefasst werden können. Eine gründliche Analyse hilft dabei, die richtigen Servicegrenzen zu finden, indem verwandte Funktionen sinnvoll gruppiert werden.
- **Unzureichende Schnittstellendefinitionen**
Ein weiterer typischer Fehler ist die unklare oder unvollständige Spezifikation von Schnittstellen zwischen Microservices. Diese führt zu Missverständnissen bei der Interservice-Kommunikation und kann größere Funktionsstörungen verursachen.
*Lösung:*
Verwenden Sie klare und gut dokumentierte API-Spezifikationen, wie z. B. OpenAPI oder GraphQL. Diese Standards ermöglichen eine einheitliche Kommunikation und stellen sicher, dass alle Teams ein gemeinsames Verständnis für die Interaktion zwischen den Services haben.
Handlungsanleitung für 14–30 Tage
- **Erste Woche: Analyse und Planung**
- Beginnen Sie die ersten Tage mit einer gründlichen Bestandsaufnahme der aktuellen Service-Struktur. Erfassen Sie, wie bestehende Microservices strukturiert sind und welche Funktionen sie abdecken.
- Initiieren Sie Workshops mit Ihrem Entwicklungsteam, um die Geschäftsprozesse zu definieren, die durch Microservices abgebildet werden sollen. Achten Sie darauf, diese sinnvoll abzugrenzen.
- **Zweite Woche: Design und Prototyping**
- Gestalten Sie die neuen oder reformierten Services basierend auf den Ergebnissen der Analysephase. Nutzen Sie agile Methoden, um schnell Prototypen zu entwickeln.
- Erarbeiten Sie klare Schnittstellendefinitionen für jeden Service. Verwenden Sie dafür Standards wie OpenAPI, und dokumentieren Sie diese gründlich.
- **Dritte und vierte Woche: Testen und Optimieren**
- Implementieren Sie Testläufe mit den Prototypen, um die Funktionalität und Performance der neuen Services zu überprüfen.
- Analysieren Sie die Ergebnisse und optimieren Sie die Architektur entsprechend. Dabei ist insbesondere auf die Kommunikationsflüsse zwischen den Services zu achten.
- Documentieren Sie den gesamten Prozess sorgfältig, um zukünftige Anpassungen und Weiterentwicklungen zu erleichtern.
Durch sorgfältiges Design und einen systematischen Ansatz können Microservices effizient und effektiv gestaltet werden, um den geschäftlichen Anforderungen gerecht zu werden.