Optimale IT-Governance zur Risikoüberwachung

Autor: Roman Mayr

Optimale IT-Governance zur Risikoüberwachung

Governance & Compliance ·

Kernaussage: Die Einführung einer effektiven IT-Governance ist entscheidend für die strategische Ausrichtung der IT mit den Zielen des Unternehmens und stellt sicher, dass die IT-Ressourcen optimal genutzt werden und Risiken kontrolliert bleiben.

Typische Fehler bei der Einführung von IT-Governance


  1. Mangelnde Einbindung der Führungsebene
Ein häufiger Fehler besteht darin, dass die IT-Governance als rein technisches Thema angesehen wird, das von der IT-Abteilung allein geleitet wird. Ohne die Beteiligung der Geschäftsleitung fehlt jedoch oft die notwendige Unterstützung und Einsicht in die strategische Ausrichtung.
Korrektur: Die aktive Einbeziehung der Führungsebene ist unabdingbar. Regelmässige Meetings, in denen IT- und Geschäftsziele abgestimmt werden, schaffen ein gemeinsames Verständnis und fördern die strategische Unterstützung.
  1. Unklare Verantwortlichkeiten und Rollen
Ohne klar definierte Verantwortlichkeiten und Rollen können Governance-Bemühungen in Chaos enden. Wenn niemand genau weiss, wer für welche Entscheidungen zuständig ist, können wichtige Aspekte übersehen oder Entscheidungen verzögert werden.
Korrektur: Erstellen Sie ein klares Rollen- und Verantwortlichkeitsdiagramm, das die Struktur und den Entscheidungsprozess eindeutig darlegt. Regelmässige Schulungen für alle Beteiligten verstärken das Verständnis dieser Rollen.
  1. Fehlen eines Monitoring- und Reporting-Mechanismus
Ohne einen effektiven Mechanismus zur Überwachung und Berichterstattung wird die Wirksamkeit der IT-Governance nicht überprüft. Dies führt häufig zu ineffizienten Prozessen und unentdeckten Risiken.
Korrektur: Implementieren Sie ein System von KPIs und regelmäßigen Berichten, die den Fortschritt und die Effektivität der IT-Governance massgeblich überwachen. Dies erlaubt eine zügige Reaktion auf Abweichungen.

Handlungsanleitung für die Einführung von IT-Governance

Erste 14 Tage:

  1. Gründung eines Steuerungsausschusses: Setzen Sie ein IT-Governance-Komitee ein, welches aus Vertretern der Geschäftsleitung und der IT-Abteilung besteht. Definieren Sie die Ziele der IT-Governance gemeinsam und beschreiben Sie den gewünschten Beitrag der IT zu den übergeordneten Unternehmenszielen.
  2. Entwicklung eines Governance-Rahmenwerks: Erstellen Sie ein Rahmenwerk, das zu Ihrem Unternehmen passt. Bestehende Frameworks wie COBIT können als Orientierungshilfe dienen.

Nächste 16 Tage:
  1. Zuteilung von Rollen und Verantwortlichkeiten: Kommunizieren Sie die erstellten Rollenbeschreibungen klar und implementieren Sie Schulungen, um das Verständnis und die Akzeptanz in der Belegschaft zu fördern.
  2. Einführung regelmässiger Überwachungs- und Berichterstattungsprozesse: Implementieren Sie ein System zur Überwachung der Governance-Mechanismen und Berichte, die den Entscheidungsträgern eine Grundlage für Anpassungen bieten.

Durch das konsequente Vermeiden der oben genannten Fehler und das Befolgen der aufgeführten Schritte können Unternehmen ihre IT-Governance effektiv einführen und stärken, was zu einer besseren Leistung der IT und einer engeren Ausrichtung auf die Unternehmensziele führt.