
Optimiertes Kostenmanagement für Cloud-Kapazitäten
Effizientes Kostenmanagement in der Cloud-Infrastruktur wird für Schweizer KMU immer wichtiger. Die flexible Natur der Cloud ermöglicht es, IT-Ressourcen je nach Bedarf zu skalieren. Doch ohne ein klares Kostenmanagement drohen unerwartete Ausgaben. Zwei bis drei typische Fehler sind massgeblich verantwortlich für ausufernde Kosten und können mit gezielten Massnahmen vermieden werden.
Häufige Fehler bei der Kostenkontrolle
Ein häufiger Fehler besteht darin, dass Unternehmen die genutzten Ressourcen nicht regelmässig überwachen. Oft werden virtuelle Maschinen, Datenbanken oder Speicherressourcen nach Projektende oder bei Nichtgebrauch nicht deaktiviert, was unnötige Kosten verursacht. Eine Lösung besteht darin, klar definierte und implementierte Prozesse zur Ressourcenüberwachung und -abbestellung einzuführen, um diese Ausgaben zu begrenzen.
Ein weiterer Fehler ist die Nutzung von On-Demand-Instanzen, wenn stattdessen kostengünstigere Reservierungsoptionen in Frage kämen. Im Gegensatz zu On-Demand-Instanzen bieten Reserved Instances garantierte Kapazität für einen festgelegten Zeitraum zu einem vergünstigten Preis. Hier sollten KMU die eigenen Nutzungsmuster analysieren und erwägen, Reserved Instances für häufig genutzte Ressourcen zu erwerben.
Ein dritter Fehler umfasst ungenutzte oder ineffizient genutzte Speicherressourcen. Oft werden grosse Mengen an Daten ohne klare Aufbewahrungsrichtlinien gespeichert, was Speicherplatz und Kosten in die Höhe treibt. Ein effektives Datenmanagement einschliesslich regelmässiger Datenbereinigung und der Verwendung von Archivspeicher für selten genutzte Daten kann hier Abhilfe schaffen.
Handlungsempfehlungen für die nächsten 14–30 Tage
In den nächsten zwei bis vier Wochen sollten Unternehmen folgende Schritte in Angriff nehmen, um ihre Cloud-Ausgaben effizient zu steuern:
- Ressourcenanalyse: Beginnen Sie mit einer umfassenden Analyse Ihrer genutzten Cloud-Dienste. Nutzen Sie hierfür vorhandene Cloud-Tools, um einen Überblick über die aktuelle Nutzungslage zu erhalten.
- Ressourcenabbestellung: Identifizieren Sie nicht benötigte Ressourcen und sagen Sie diese ab. Dies umfasst nicht genutzte virtuelle Maschinen, unnötigen Speicherplatz oder andere nicht mehr erforderliche Ressourcen.
- Nutzungsmuster überprüfen: Analysieren Sie Ihre Nutzungsmuster und prüfen Sie, ob der Erwerb von Reserved Instances für bestimmte Ressourcen lohnenswert ist.
- Kostenoptimierungs-Tools: Implementieren Sie Cloud-Kostenoptimierungs-Tools, die automatisiert Ressourcen verwalten und Vorschläge zur weiteren Kostenreduktion machen.
- Schulung und Sensibilisierung: Schulen Sie Ihre Mitarbeiter im Umgang mit Cloud-Ressourcen und sensibilisieren Sie sie für die Wichtigkeit der Kostenkontrolle.
Ein strukturierter Ansatz zur Verwaltung der Cloud-Kosten ermöglicht es KMU, die Cloud-Infrastruktur optimal zu nutzen, ohne das Budget unnötig zu strapazieren. Durch konsequente Analysen und Anpassungen sichern sich Unternehmen langfristige Wettbewerbsvorteile.