
Optimierung der Cashflow-Planung für KMU
Finanz- & Controlling-Prozesse ·
Cashflow-Verbesserung: Wichtige Schritte für KMU
Ein positiver Cashflow bildet das Rückgrat eines jeden erfolgreichen Unternehmens. Er beeinflusst nicht nur die Liquidität, sondern auch die Fähigkeit, in Wachstum zu investieren und unerwartete Kosten zu decken. Eine effiziente Cashflow-Planung ist daher für Schweizer KMU essentiell, um langfristige Stabilität zu gewährleisten.
Typische Fehler bei der Cashflow-Planung
- Unzureichende Liquiditätsreserve: Oftmals unterschätzen Unternehmen die Notwendigkeit, ausreichende Mittel für unvorhergesehene Ereignisse bereit zu halten. Dieser Fehler führt schnell zu Engpässen, insbesondere wenn Einnahmen unerwartet ausbleiben.
Korrektur: Es ist ratsam, eine Liquiditätsreserve von mindestens 10% des durchschnittlichen monatlichen Cashflows beizubehalten. Dieses Polster sorgt für Sicherheit und erhöht die Flexibilität, auf unerwartete finanzielle Herausforderungen reagieren zu können.
- Verspätete Rechnungsstellung und ineffizientes Mahnwesen: Viele KMU lassen den Zahlungsprozess unnötig schleifen, indem sie Rechnungen zu spät stellen und offene Forderungen nicht konsequent verfolgen. Dies verzögert den Zufluss von Liquidität erheblich.
Korrektur: Optimieren Sie den Rechnungs- und Mahnprozess, indem Sie Rechnungen unmittelbar nach Leistungserbringung ausstellen und ein striktes Mahnwesen verwenden. Digitale Tools können helfen, diesen Prozess zu automatisieren und die Effizienz zu steigern.
- Unüberlegte Ausgabenplanung: Oft werden Investitionen getätigt, ohne denn aktuellen und zukünftigen Cashflow vollständig zu berücksichtigen. Dies kann die Liquidität stark belasten und zu Engpässen führen.
Korrektur: Vor einer grösseren Anschaffung oder Investition sollte eine detaillierte Cashflow-Prognose erstellt werden, die alle Eventualitäten einberechnet. Eine detaillierte Bewertung der Priorität und des Nutzens der Ausgaben hilft zudem, unnötige Belastungen zu vermeiden.
Handlungsanleitung für die nächsten 14-30 Tage
- Analyse der aktuellen Cashflow-Situation: Beginnen Sie mit einer umfassenden Analyse Ihres Cashflows der letzten sechs Monate. Ermitteln Sie Muster und Schwankungen, und identifizieren Sie Bereiche mit Verbesserungspotenzial.
- Einführung oder Optimierung eines Cashflow-Überwachungssystems: Implementieren Sie ein einfaches, aber effektives System zur kontinuierlichen Überwachung von Ein- und Auszahlungen. Dies könnte durch eine Excel-Tabelle oder Softwarelösungen geschehen, die speziell auf KMU zugeschnitten sind.
- Anpassung der Zahlungsbedingungen und des Mahnprozesses: Überprüfen Sie Ihre Zahlungsbedingungen und passen Sie diese gegebenenfalls an, um schneller Zahlungen zu erhalten. Richten Sie ein automatisiertes Mahnsystem ein, um offene Forderungen effizient zu verfolgen.
- Regelmässige Liquiditätsplanung und Budgetüberprüfung: Setzen Sie wöchentliche Meetings an, um den aktuellen Cashflow zu besprechen und Anpassungen in Echtzeit vorzunehmen. Dies schafft Transparenz und ermöglicht es, schnell auf Abweichungen zu reagieren.
Wenn Sie diesen Plan konsequent umsetzen und die häufigsten Fehler vermeiden, verbessern Sie nicht nur Ihren Cashflow, sondern stärken auch Ihre betriebliche Widerstandsfähigkeit gegen finanzielle Unwägbarkeiten.