Optimierung der digitalen Kundenreise

Autor: Roman Mayr

Optimierung der digitalen Kundenreise

Kundenerlebnis & Service Design ·

Um die Customer Journey zu optimieren, ist es entscheidend, die gesamte Erfahrung eines Kunden mit einem Unternehmen durch alle Berührungspunkte hinweg nahtlos und kohärent zu gestalten. Eine optimierte Customer Journey verbessert nicht nur die Kundenzufriedenheit, sondern kann auch die Kundentreue erhöhen und so zu einer stärkeren Marktposition führen. Der Erfolg eines Unternehmens hängt massgeblich davon ab, wie gut es seine Kunden auf dieser Reise betreut.

Typische Fehler und deren Korrektur

Ein erster häufiger Fehler ist das unzureichende Verständnis der Kundenbedürfnisse. Viele Unternehmen verlassen sich ausschliesslich auf interne Annahmen anstatt auf echte Daten und Feedback. Um dies zu korrigieren, sollten Unternehmen systematisch Kundenfeedback einholen und analysieren. Dies kann durch Umfragen, Interviews oder die Auswertung von Social-Media-Kommentaren geschehen. Solche Datenquellen liefern wertvolle Einblicke in das, was Kunden wirklich bewegt und wo Optimierungspotential besteht.

Ein zweiter Fehler kann in einer inkonsistenten Markenbotschaft entlang verschiedener Berührungspunkte liegen. Dies führt oft zu Verwirrung und einem Mangel an Vertrauen seitens der Kunden. Die Lösung liegt in der Schaffung eines kohärenten Markenauftritts über alle Kanäle hinweg. Es ist wichtig, dass alle Abteilungen – vom Marketing bis zum Kundendienst – dieselbe Botschaft und denselben Tonfall verwenden. Eine klare interne Kommunikation und regelmässige Schulungen können helfen, sicherzustellen, dass alle Mitarbeitenden die Unternehmenswerte konsequent vertreten.

Ein dritter häufiger Fehler ist die Vernachlässigung der Nachkauf-Phase. Unternehmen investieren oft stark in die Akquisephase, vergessen jedoch den Kunden in der Nachkaufphase weiter zu betreuen. Hier kann der Aufbau eines strukturierten Kundennachbetreuungsprogramms Abhilfe schaffen. Dies könnte beinhalten, regelmässig kundenspezifische Inhalte zu versenden, Rabatte für zukünftige Käufe anzubieten oder den Kunden nach seiner Meinung zu fragen, was ihn ebenfalls an das Unternehmen bindet.

Handlungsanleitung für die nächsten 14–30 Tage

In den ersten 14 Tagen sollte das Verständnis der Kundenbedürfnisse im Vordergrund stehen. Beginnen Sie damit, relevante Kundenfeedbacks zu sammeln und auszuwerten. Nutzen Sie dafür bestehende Kanäle wie den Kundendienst oder Feedbackformulare auf der Webseite.

Parallel dazu sollten Sie eine Bestandsaufnahme der bestehenden Customer Journey machen. Dokumentieren Sie die Berührungspunkte und analysieren Sie die Konsistenz der Botschaften.

In den darauffolgenden 16 Tagen sollten Sie konkrete Massnahmen für die Verbesserung ihrer konsistenten Markenkommunikation erarbeiten und umsetzen. Organisieren Sie Workshops oder Schulungen für relevante Mitarbeitende, um eine klare und einheitliche Kommunikation sicherzustellen.

Abschliessend sollten Sie bis zum Ende des 30-Tage-Zeitraums beginnen, ein Nachbetreuungsprogramm für bereits getätigte Käufe zu etablieren. Erstellen Sie einen Plan für regelmässige Kundeninteraktionen nach dem Kauf. Testen Sie diesen Plan zunächst in einem kleineren Rahmen und optimieren Sie basierend auf dem erhaltenen Feedback.

Diese Schritte sind wesentlich, um die Customer Journey zu optimieren und damit die langfristige Kundenbindung zu stärken. Ein kontinuierlicher Verbesserungsprozess kann schliesslich dazu führen, dass Ihr Unternehmen von den Kunden als bevorzugter Partner wahrgenommen wird.