Optimierung der Messung von Prozessqualität

Autor: Roman Mayr

Optimierung der Messung von Prozessqualität

Qualitätsmanagement ·

Eine präzise Messung der Prozessqualität ist für Unternehmen entscheidend, um Effizienzen zu steigern und Fehler zu minimieren. Dabei geht es nicht nur darum, Daten zu sammeln, sondern darum, diese Daten richtig zu nutzen, um Massnahmen zur Verbesserung einzuleiten.

Typische Fehler beim Messen der Prozessqualität

Ein häufiger Fehler in der Messung der Prozessqualität ist eine unzureichende Definition von Qualitätskennzahlen. Wenn die Zielvorgaben nicht klar und präzise sind, können sie weder effektiv gemessen noch sinnvoll interpretiert werden. Die Korrektur besteht darin, spezifische, messbare, akzeptierte, realistische und terminierte (SMART) Kennzahlen zu entwickeln, die exakt widergeben, was der Prozess leisten soll.

Ein weiterer typischer Fehler ist die Vernachlässigung der Mitarbeiterperspektive. Oftmals werden in Unternehmen interne Prozesse nur aus der Sicht des Managements oder der Prozessentwickler betrachtet. Um vollständige Einsichten zu gewinnen, ist es sinnvoll, Feedback von den Mitarbeitenden einzuholen, die täglich mit den Prozessen arbeiten. Ein regelmässiger Austausch sowie Befragungen können dabei helfen, blinde Flecken aufzudecken und die Messung der Prozessqualität zu verfeinern.

Ein dritter Fehler liegt in der unzureichenden Nutzung der gesammelten Daten. Häufig werden Daten zwar gesammelt, aber nicht verwendet, um fundierte Entscheidungen zu treffen oder notwendige Anpassungen vorzunehmen. Um diesen Fehler zu korrigieren, sollte ein festes System zur Datenanalyse implementiert werden, das periodisch überprüft wird, um sicherzustellen, dass die richtigen Schlüsse gezogen werden.

Handlungsanleitung für die nächsten 14–30 Tage

In den kommenden 14–30 Tagen sollten Unternehmen einen klaren Plan entwicklen und umsetzen, um die Messung ihrer Prozessqualität zu optimieren.

  1. SMARTe Kennzahlen definieren: Nehmen Sie sich die erste Woche, um zusammen mit wichtigen Stakeholdern SMARTe Kennzahlen für Ihre kritischen Prozesse zu entwickeln. Dokumentieren Sie diese klar und verständlich.
  2. Mitarbeiterbefragungen durchführen: In der zweiten Woche organisieren Sie Workshops oder Befragungen mit den Mitarbeitenden, die in den relevanten Bereichen tätig sind. Nutzen Sie deren Feedback, um blinde Flecken in der derzeitigen Prozessstruktur zu erkennen.
  3. Datenanalysesysteme implementieren: In den darauf folgenden zwei Wochen sollten Sie ein System entwickeln oder optimieren, das sicherstellt, dass gesammelte Daten effizient analysiert werden können. Legen Sie Verantwortlichkeiten fest und planen Sie regelmässige Meetings zur Review der Analysen ein.

Durch eine strukturierte Herangehensweise und die konsequente Umsetzung dieser Schritte kann die Prozessqualität im Unternehmen nachhaltig verbessert werden, was letztlich zu einer höheren Kundenzufriedenheit und einer gesteigerten Betriebseffizienz führt.