Optimierung der Zusammenarbeit durch Asynchronität

Autor: Roman Mayr

Optimierung der Zusammenarbeit durch Asynchronität

Remote Work & Collaboration ·

Effektives asynchrones Arbeiten für bessere Zusammenarbeit

Asynchrones Arbeiten bietet Unternehmen flexible Möglichkeiten, Mitarbeitende unabhängig von Ort und Zeit einzusetzen. Richtig umgesetzt, steigert dies die Produktivität und Zufriedenheit. jedoch gibt es häufige Fehlerquellen, die den Erfolg dieses Konzepts beeinträchtigen können.

Unklare Kommunikationsstrukturen

Ein häufig anzutreffender Fehler ist eine unzureichende Strukturierung der Kommunikation. Ohne klare Vorgaben, welche Informationen über welche Plattform geteilt werden sollen, können Mitarbeitende schnell den Überblick verlieren. Die Lösung ist eine strikte Einhaltung von Protokollen zur Interaktion und Dokumentation. Beispielsweise kann ein Unternehmen entscheiden, dass Slack für informelle Chats, E-Mails für formelle Kommunikation und ein zentrales Projektmanagement-Tool wie Trello oder Asana für Task-Updates genutzt werden soll. Es ist entscheidend, diese Vorgaben regelmäßig zu überprüfen und anzupassen.

Mangel an klaren Zielen und Erwartungen

Ein weiterer weit verbreiteter Fehler ist das Fehlen klar definierter Ziele und Erwartungshaltungen. In einem asynchronen Arbeitsumfeld benötigen Mitarbeitende präzise Anweisungen und detaillierte Beschreibungen der Aufgaben, da sie zu unterschiedlichen Zeiten arbeiten. Um dies zu korrigieren, sollte jede Aufgabe mit spezifischen Zielen und Deadlines versehen werden. Regelmässige Updates und Statusberichte können helfen, den Fortschritt zu überwachen und sicherzustellen, dass alle Beteiligten auf dem gleichen Stand sind.

Ungeeignete Werkzeuge

Oftmals scheitert asynchrones Arbeiten an der Wahl ungeeigneter technischer Werkzeuge. Unternehmen sollten darauf achten, dass die eingesetzten Tools kompatibel mit den Arbeitsgewohnheiten der Mitarbeitenden sind und die spezifischen Anforderungen der Aufgaben erfüllen. Eine Lösung ist, Pilotprojekte mit verschiedenen Tools durchzuführen, um das bestgeeignete für die jeweilige Teamstruktur zu finden. Workshops und Schulungen fördern zudem die sichere und effektive Nutzung dieser Werkzeuge.

Handlungsanleitung für die Implementierung

Um asynchrones Arbeiten in den nächsten 14 bis 30 Tagen zielführend zu etablieren, sollten die folgenden Schritte berücksichtigt werden:

  1. Analysephase (Tag 1–5): Beginnen Sie mit einer Bestandsaufnahme der aktuellen Kommunikationswege und der eingesetzten Werkzeuge. Identifizieren Sie Schwachstellen und Verbesserungspotenziale.
  2. Planung und Strukturierung (Tag 6–10): Entwickeln Sie ein Kommunikationserwartungsdokument. Dieses sollte klare Richtlinien zur Nutzung der Plattformen und zur Aufgabenverteilung enthalten. Definieren Sie zudem klare Ziele für zentrale Projekte.
  3. Implementierung der Werkzeuge (Tag 11–20): Wählen Sie geeignete Tools basierend auf Ihrer Analyse. Führen Sie Schulungen durch, um den Mitarbeitenden die neuen Systeme näherzubringen und ihre Bedenken zu berücksichtigen.
  4. Testphase und Feedback (Tag 21–30): Lassen Sie Ihr Team das neue Setup testen. Sammeln Sie Feedback und machen Sie bei Bedarf Anpassungen an Ihren Prozessen und Werkzeugen.
  5. Evaluation: Überarbeiten Sie die Prozesse anhand der erhaltenen Rückmeldungen und festgestellten Ineffizienzen. Definieren Sie ein System der kontinuierlichen Verbesserung und überprüfen Sie monatlich die Wirksamkeit der asynchronen Arbeitsmethoden.

Durch sorgsame Planung und den Einsatz geeigneter Werkzeuge kann asynchrones Arbeiten zu einem wertvollen Bestandteil moderner Unternehmenskultur entwickelt werden.