Optimierung des Model Monitorings in MLOps

Autor: Roman Mayr

Optimierung des Model Monitorings in MLOps

Machine Learning Ops ·

Model Monitoring im Machine Learning Ops

Im Bereich Machine Learning Operations (MLOps) ist das Model Monitoring ein entscheidender Prozess, um die Leistung und Verlässlichkeit von Machine-Learning-Modellen im Einsatz sicherzustellen. Sowohl für den Erhalt der Modellgüte als auch für die Anpassung an veränderte Umgebungsbedingungen ist das fortlaufende Überwachen unerlässlich. Dennoch treten in der Praxis häufig Fehler auf, die die Effizienz und Genauigkeit der Überwachung beeinträchtigen können.

Typische Fehler und deren Korrektur


  1. Fehlerhafte Metriken zur Überwachung wählen

Viele Unternehmen wählen Metriken, die nicht optimal geeignet sind, um die spezifische Leistung ihrer Modelle zu evaluieren. Beispielsweise kann es vorkommen, dass nur auf die Genauigkeit geschaut wird, während wichtige Aspekte wie Präzision und Recall vernachlässigt werden. Diese unvollständige Metriken-Auswahl führt oft zu einer fehlerhaften Einschätzung der Modellleistung.

Korrektur: Es ist ratsam, sich vorab klar zu machen, welche Metriken dazu geeignet sind, die relevanten Fragen hinsichtlich Performance und Stabilität des Modells zu beantworten. Eine sorgfältige Auswahl einschlägiger Metriken wie F1-Score, ROC-AUC oder spezifische Business-KPIs ist erforderlich, um ein umfassendes Bild der Modellgüte zu erhalten.

  1. Mangelnde Berücksichtigung von Daten-Drift

Ein weiterer häufiger Fehler liegt in der Missachtung der Daten-Drift, also der Veränderung der Datenverteilung über die Zeit. Ein Modell, das in der Vergangenheit gute Ergebnisse erzielt hat, kann im Laufe der Zeit an Leistung verlieren, wenn sich die zugrundeliegenden Daten ändern.

Korrektur: Regelmässige Überprüfung der Datenverteilungen und der Input-Features auf Veränderungen ist entscheidend. Automatische Alarmierungssysteme können implementiert werden, um rasch auf signifikante Drift-Ereignisse reagieren und nötige Anpassungen im Modell oder in den Daten vornehmen zu können.

  1. Unzureichende Alarmierungssysteme

Oftmals existieren keine oder unzureichende Alarmierungssysteme für Leistungsabfälle. Dies führt dazu, dass Probleme erst spät erkannt werden, was unter Umständen zu Produktionsausfällen oder fehlerhaften Entscheidungen führen kann.

Korrektur: Aufbau eines robusten Alert-Systems, das auf spezifischen Metriken basiert und automatisiert Benachrichtigungen bei Abweichungen generiert. Dabei sollten Schwellenwerte für Alarme auf der Grundlage historischer Daten und in enger Abstimmung mit Fachexperten regelmässig überprüft und angepasst werden.

Handlungsanleitung für die nächsten 14–30 Tage


  1. Evaluierung der Monitoring-Strategie (Tage 1–7): Analysieren Sie Ihre derzeitigen Überwachungsprozesse und die genutzten Metriken. Führen Sie eine Diskussionsrunde mit Ihrem Team durch, um mögliche Verbesserungen und neue relevante Metriken zu identifizieren.
  2. Implementierung von Alarmierungssystemen (Tage 8–14): Entwickeln und implementieren Sie ein Alarmierungssystem basierend auf den gewonnenen Erkenntnissen. Testen Sie die Alarmkriterien unter Verwendung historischer Daten und passen Sie die Benachrichtigungsschwellwerte entsprechend an.
  3. Pilotüberwachung und Feedback (Tage 15–21): Überwachen Sie das System im Pilotbetrieb und sammeln Sie Feedback von sämtlichen Stakeholdern, die von den Ergebnissen der Modelle betroffen sind. Achten Sie auf mögliche false positives/negatives in der Alarmierung, um weitere Anpassungen vornehmen zu können.
  4. Optimierung (Tage 22–30): Auf der Grundlage der gesammelten Rückmeldungen und der betrieblichen Erfahrungen justieren Sie das Monitoring weiter, um eine stabile Überwachung für den Dauerbetrieb zu gewährleisten. Planen Sie regelmässige Reviews Ihrer Model Monitoring-Prozesse ein, um kontinuierliche Verbesserungen sicherzustellen.

Die Implementierung dieser Schritte ermöglicht Ihrem Unternehmen eine effektive Überwachung von Machine-Learning-Modellen und sichert den reibungslosen Betrieb in einer dynamischen Datenumgebung.