Optimierung des SaaS-Prozesses von MVP zu Go-Live

Autor: Roman Mayr

Optimierung des SaaS-Prozesses von MVP zu Go-Live

Software-Entwicklung (SaaS) ·

Kernaussage: Ein strukturiertes Vorgehen von der MVP-Entwicklung bis zum Go-Live kann die Einführung Ihrer SaaS-Lösung erheblich beschleunigen und häufige Stolpersteine vermeiden.

Die Entwicklung eines Minimum Viable Product (MVP) ist ein kritischer Schritt in der Software-Entwicklung, insbesondere für SaaS-Angebote. Ein MVP ermöglicht es, die Kernfunktionalitäten des Produkts so rasch wie möglich an den Markt zu bringen, um frühes Feedback zu sammeln und notwendige Anpassungen ohne hohe Kosten durchzuführen. Der Prozess von der Fertigstellung eines MVP bis zum Go-Live ist jedoch mit Herausforderungen gespickt. Im Folgenden werden typische Fehler aufgezeigt und Korrekturmassnahmen vorgeschlagen, bevor ein konkreter Handlungsplan dargelegt wird.

Typische Fehler und deren Korrektur


  1. Unzureichende Marktvalidierung: Ein häufiger Fehler ist, das MVP zu schnell in den Markt zu bringen, ohne ausreichend externes Feedback eingeholt zu haben. Eine zu geringe Testgruppe oder das Ignorieren von Rückmeldungen kann zu einem Fehlstart führen. Korrektur: Führen Sie gezielte Nutzerbefragungen und Nutzertests durch, während Sie das MVP entwickeln. Sammeln Sie konkrete Daten darüber, wie Ihre Zielgruppe mit dem Produkt interagiert, und passen Sie das MVP entsprechend an.
  2. Fehlende Skalierbarkeit: Viele Teams entwickeln ein MVP, das im kleinen Rahmen gut funktioniert, doch beim Go-Live an seine Grenzen stösst. Korrektur: Bereits bei der MVP-Erstellung sollten Skalierbarkeitsfaktoren berücksichtigt werden. Setzen Sie auf Technologien und Architekturen, die leicht an wachsendes Nutzeraufkommen angepasst werden können. Testen Sie die Anwendung in Lastsimulationen, um frühzeitig potenzielle Engpässe zu identifizieren.
  3. Unklare Prioritäten bei der Funktionserweiterung: Die unkontrollierte Erweiterung der Funktionen vor dem Go-Live kann zu einem überladenen und schwerfälligen Produkt führen. Korrektur: Erstellen Sie eine priorisierte Roadmap, die klar definiert, welche Funktionen unbedingt zum Go-Live benötigt werden und welche in späteren Updates bereitgestellt werden können. Diese Priorisierung sollte auf Nutzerfeedback und Marktforschungsdaten basieren.

Handlungsanleitung für 14–30 Tage


  1. Woche 1–2: Markt- und Funktionsanalyse
  • Führen Sie intensive Feedback-Runden mit Key-Usern durch.
  • Finalisieren Sie die Liste der Kernfunktionen für den Go-Live.
  • Validieren Sie die geplante Produktstruktur durch Mock-Ups oder Prototypen.

  1. Woche 3: Technische Optimierung
  • Nehmen Sie Skalierungstests vor und optimieren Sie die technischen Ressourcen.
  • Beheben Sie identifizierte technische Schwachstellen aus den Lasttests.

  1. Woche 4: Abschlussvorbereitungen
  • Setzen Sie interne Schulungen für Kundensupport und Vertrieb an, um diese auf das kommende Produkt vorzubereiten.
  • Planen Sie die Markteinführungsstrategie und stellen Sie sicher, dass alle Marketingmaterialien bereit sind.
  • Führen Sie einen finalen Systemcheck durch, um sicherzustellen, dass alle Funktionen reibungslos laufen.

Ein gut durchgeführter Übergang von der MVP-Phase zum Go-Live sichert nicht nur die technische Stabilität, sondern auch die Zufriedenheit der ersten Nutzerschar. Diese Schritte minimieren Risiken und legen den Grundstein für den langfristigen Erfolg Ihrer SaaS-Lösung.