
Optimierung ganzer Prozesse durch Hyperautomation
Hyperautomation bezeichnet den umfassenden Einsatz von Automatisierungstechnologien, um Geschäftsprozesse von Anfang bis Ende zu optimieren und zu automatisieren. Der entscheidende Vorteil dieser Methode liegt in der Fähigkeit, die Effizienz erheblich zu steigern und menschliche Fehler zu minimieren. Doch trotz der klaren Vorteile gibt es bei der vollständigen Automatisierung von End-to-End-Prozessen typische Fehler, die den Erfolg beeinträchtigen können.
Unzureichende Prozessanalyse
Ein häufig anzutreffender Fehler besteht in einer unzureichenden oder oberflächlichen Analyse der bestehenden Prozesse. Unternehmen beginnen oft mit der Automatisierung, ohne den gesamten Workflow detailliert zu verstehen. Dies führt dazu, dass kritische Prozessschritte übersehen werden und die Automatisierung an Effizienz verliert.
Korrektur:
Bevor mit der Automatisierung eines End-to-End-Prozesses begonnen wird, sollte eine gründliche und umfassende Prozessanalyse durchgeführt werden. Alle Stakeholder sollten in den Prozess einbezogen werden, um sicherzustellen, dass alle Aspekte verstanden und dokumentiert sind. Tools wie Prozessmodellierungs-Software können helfen, die Abläufe visuell darzustellen und Engpässe zu identifizieren.
Unzureichende Integration der Systeme
Ein weiterer Fehler ist die unzureichende Integration der verschiedenen Systeme und Tools, die für die Automatisierung benötigt werden. Oftmals werden Systeme nur halbherzig verbunden, was zu Informationssilos und Störungen im automatisierten Workflow führt.
Korrektur:
Es ist essenziell, eine robuste IT-Infrastruktur zu gewährleisten, die eine nahtlose Integration aller relevanten Systeme ermöglicht. Hierbei kann der Einsatz von APIs (Application Programming Interfaces) sinnvoll sein, da sie den Datenaustausch zwischen unterschiedlichen Systemen erleichtern. Zudem sollte regelmässig überprüft werden, ob die Systeme weiterhin kompatibel sind und die Übergänge reibungslos funktionieren.
Mangelnde Berücksichtigung von Ausnahmen
Automatisierte Systeme sind häufig nicht in der Lage, mit unerwarteten Ausnahmen umzugehen. Dies führt dazu, dass Prozesse ins Stocken geraten oder gar abbrechen, wenn etwas Unvorhergesehenes eintritt.
Korrektur:
Bei der Gestaltung automatisierter Prozesse sollten mögliche Ausnahmen und deren Handhabung von Beginn an berücksichtigt werden. Dies kann durch das Einpflegen von Fehlererkennungs- und Korrekturmechanismen erreicht werden. Zudem sollten Prozesse kontinuierlich überwacht und auf ihre Robustheit hin überprüft werden.
Handlungsanleitung für die nächsten 14–30 Tage:
- Woche 1: Prozessüberprüfung und Analyse
- Beginnen Sie mit einer detaillierten Ist-Analyse Ihrer Geschäftsprozesse.
- Nutzen Sie Prozessmodellierungs-Software zur Visualisierung und Identifikation von Engpässen.
- Involvieren Sie relevante Stakeholder für Feedback und Optimierungsvorschläge.
- Woche 2: Integration und Systemprüfung
- Überprüfen Sie die vorhandene IT-Infrastruktur auf ihre Integrationsfähigkeit.
- Beginnen Sie mit der Implementierung notwendiger APIs oder Schnittstellen.
- Testen Sie die Systemverbindungen auf ihre Zuverlässigkeit und Effizienz.
- Wochen 3–4: Pilotprojekt und Ausnahmeplanung
- Starten Sie ein Pilotprojekt mit einem fokussierten Teil des Prozesses, um die Automatisierung zu testen.
- Implementieren Sie Mechanismen zur Detektion und Handhabung von Ausnahmen.
- Sammeln Sie Daten zur Prozessleistung und identifizieren Sie Bereiche für Feinjustierungen.
Diese strukturierten Schritte helfen dabei, Stolpersteine in der Hyperautomation zu umgehen und setzen den Grundstein für eine erfolgreiche und vollständige Automatisierung Ihrer End-to-End-Prozesse.