Optimierung von Defekterkennung und OCR-Techniken

Autor: Roman Mayr

Optimierung von Defekterkennung und OCR-Techniken

Computer Vision ·

Die Anwendung von Computer Vision zur Defekterkennung und optischen Zeichenerkennung (OCR) bietet Unternehmen wertvolle Möglichkeiten, Prozesse zu optimieren und Kosten zu senken. Typische Herausforderungen in diesen Bereichen sind unter anderem diffuse Lichtverhältnisse und die Handhabung variabler Textformate. Dieser Artikel beleuchtet gängige Fehler und gibt praxisnahe Hinweise zur Optimierung des Einsatzes von Computer Vision im KMU-Umfeld.

Typische Fehler bei der Defekterkennung

Ein häufiger Fehler bei der Defekterkennung ist die unzureichende Beleuchtung der zu untersuchenden Objekte. Diffuse Lichtsituationen können die Bildqualität erheblich beeinträchtigen und somit die Genauigkeit der Defekterkennung mindern. Zur Behebung dieses Problems ist zunächst eine Analyse der aktuellen Beleuchtungssituation erforderlich. Anschliessend sollte die Installation zusätzlicher Lichtquellen erwogen werden, die eine gleichmässige Ausleuchtung gewährleisten. Auf diese Weise wird die Bildaufnahme optimiert und führt zu besseren Analyseergebnissen.

Ein weiteres Problem besteht in der unzureichenden Kalibrierung der Kamerasysteme. Häufig werden Kameras ohne besondere Kalibrierung in Betrieb genommen, was aufgrund von Verzerrungen und fehlerhaften Daten zu falschen Ergebnissen führen kann. Die regelmässige Kalibrierung der Kamerasysteme ist entscheidend. Dies kann durch die Verwendung standardisierter Kalibrierungsmuster und die Durchführung automatisierter Kalibrierungsprozesse erreicht werden.

Herausforderungen beim OCR-Einsatz

Ein häufig auftretender Fehler in der optischen Zeichenerkennung ist die mangelhafte Textformaterkennung. Unterschiedliche Schriftarten, Grössen und Ausrichtungen führen oft zu fehlerhaften Ergebnissen. Um dies zu vermeiden, sollten Unternehmen sicherstellen, dass ihre OCR-Lösungen über robustes Pre-Processing verfügen, das Bilder vor der Analyse bereinigt und normalisiert. Dies umfasst auch die Anpassung der Software an spezifische Schriftarten und Strukturen, um die Erkennungsrate zu verbessern.

Zudem können schlecht gewählte Bildausschnitte die OCR-Genauigkeit mindern. Oft werden Textelemente im Bild nicht vollständig oder korrekt erfasst. Eine einfache Lösung besteht darin, den OCR-Prozess an regelmässige Bildüberprüfungen zu koppeln, wobei sichergestellt wird, dass identifizierbare Textelemente vollständig abgebildet sind. Die Einrichtung von Qualitätskontrollpunkten nach dem Initiallauf kann zur Identifizierung und Korrektur solcher Fehler beitragen.

Handlungsanleitung für die nächsten 14–30 Tage

In den kommenden 14 bis 30 Tagen sollten Unternehmen eine umfassende Bestandsaufnahme ihrer aktuellen Computer-Vision-Systeme vornehmen. Prüfen Sie, wie gut die Beleuchtung und die Kalibrierung der Kamerasysteme sind, und führen Sie, wenn nötig, Anpassungen durch.

Erstellen Sie eine Checkliste für die Integration von Pre-Processing-Schritten in Ihre OCR-Vorgänge und führen Sie Tests mit unterschiedlichen Textmustern durch, um die Robustheit Ihrer Systeme sicherzustellen.

Innerhalb von zwei Wochen sollten gezielte Tests und Aktualisierungen durchgeführt werden, gefolgt von einer Nachkontrolle zur Bewertung der vorgenommenen Änderungen. Innerhalb des nächsten Monats kann so die Performance von Computer Vision-Anwendungen gesteigert und Kosteneinsparungen sowie Verbesserungen in der Betriebseffizienz realisiert werden.