
Optimierung von Ressourcen durch KI-Portfolio-Management
Kernaussage: Die Priorisierung eines Use-Case-Portfolios für Generative Künstliche Intelligenz (KI) im Unternehmen ist entscheidend, um Ressourcen optimal einzusetzen und den maximalen Nutzen zu erzielen.
Typische Fehler beim Priorisieren
- Unklare Geschäftsziele: Ein häufiges Problem ist die mangelnde Klarheit über die geschäftlichen Ziele und Strategien, die mit dem Einsatz von generativer KI erreicht werden sollen. Ohne ein klares Verständnis der Prioritäten des Unternehmens besteht die Gefahr, dass Projekte ausgewählt werden, die keinen erheblichen Mehrwert bieten oder nicht mit den langfristigen Zielen vereinbar sind.
- Fehlende Bewertungsmetriken: In vielen Fällen bleiben die Kriterien zur Bewertung und Priorisierung von Use-Cases vage oder subjektiv, was zu inkonsistenten Entscheidungen führen kann.
- Unzureichende Ressourcenallokation: Es kommt häufig vor, dass die notwendigen personellen und technischen Ressourcen für hochpriore Projekte nicht ausreichend eingeplant werden. Dies kann dazu führen, dass wichtige Projekte verzögert oder in der Umsetzung gefährdet werden.
Handlungsanleitung für die nächsten 14–30 Tage
Tag 1–5: Sammeln Sie alle potenziellen Use-Cases, die für den Einsatz generativer KI in Ihrem Unternehmen in Betracht gezogen werden. Führen Sie Workshops mit relevanten Stakeholdern durch, um die geschäftlichen Ziele und Prioritäten zu klären und zu dokumentieren.
Tag 6–10: Entwickeln Sie einen strukturierten Bewertungsrahmen. Legen Sie die Metriken fest, die zur Beurteilung der Use-Cases verwendet werden sollen, und stellen Sie sicher, dass sie klar definiert und messbar sind.
Tag 11–15: Bewerten Sie jeden Use-Case mithilfe des definierten Rahmens. Nutzen Sie dazu multidisziplinäre Teams, um einen umfassenden Blickwinkel auf die Bewertung zu gewährleisten. Stellen Sie die Ergebnisse in einer transparenten und nachvollziehbaren Weise dar.
Tag 16–20: Ordnen Sie die Use-Cases basierend auf den Bewertungen und der strategischen Ausrichtung Ihrer Geschäftsziele. Entwickeln Sie eine verständliche Prioritätenliste. Bedenken Sie hierbei die möglichen Ressourcenengpässe und planen Sie entsprechende Gegenmassnahmen.
Tag 21–30: Validieren Sie die Prioritätenliste mit den wichtigsten Stakeholdern des Unternehmens und nehmen Sie notwendige Anpassungen vor. Beginnen Sie mit der detaillierten Planung und Zuweisung von Ressourcen für die ein bis zwei Projekte, die die höchste Priorität besitzen. Bereiten Sie die Kommunikationsstrategie vor, um Transparenz im gesamten Unternehmen über die getroffenen Entscheidungen zu gewährleisten.
Durch einen strukturierten, methodischen Ansatz bei der Priorisierung eines Use-Case-Portfolios für generative KI können Schweizer KMUs sicherstellen, dass sie ihre Ressourcen effektiv nutzen und Projekte selektieren, die den grösstmöglichen Nutzen bringen.