Optimierung von Service Level Agreements im Rollout

Autor: Roman Mayr

Optimierung von Service Level Agreements im Rollout

Rollouts & Service Provider ·

SLA-Optimierung: Passgenaue Service Level Agreements entwickeln

Service Level Agreements (SLAs) sind ein essenzielles Instrument zum Definieren von Erwartungen und Verantwortlichkeiten zwischen einem Unternehmen und seinen Serviceanbietern. Optimal abgestimmte SLAs tragen entscheidend zum reibungslosen Ablauf von IT-Rollouts bei und sichern die Einhaltung vereinbarter Servicequalitäten. Doch oft weisen SLAs Schwächen auf, die zu Missverständnissen und Friktionen führen können.

Typische Fehler in SLAs

Erstens kann eine ungenügende Spezifikation der Dienstleistungen zu Problemen führen. Wenn SLAs vage Formulierungen wie "angemessene Reaktionszeiten" oder "hohe Verfügbarkeit" verwenden, bieten sie Raum für unterschiedliche Interpretationen. Eine Korrektur liegt darin, spezifische und messbare Metriken zu verwenden. Zum Beispiel sollte eine "Reaktionszeit von zwei Stunden" oder eine "Verfügbarkeit von 99,5 % im Monatsmittel" festgelegt werden.

Ein weiterer häufiger Fehler ist das Fehlen einer klaren Eskalationsprozedur. Ohne einen definierten Prozess für den Fall von Dienstleistungen, die nicht den SLAs entsprechen, kommt es bei Nichteinhaltung häufig zu Verzögerungen und Schuldzuweisungen. Die Einführung einer abgestuften Eskalationsmatrix mit klar identifizierten verantwortlichen Personen und Eskalationszeiten kann hier Klarheit schaffen.

Schliesslich kann eine unzureichende Berücksichtigung der Compliance-Anforderungen zu kostspieligen Vertragsverletzungen führen. Wenn SLAs nicht mit den regulatorischen Anforderungen abgestimmt sind, riskiert das Unternehmen rechtliche Probleme. Es ist ratsam, die SLAs regelmässig auf ihre Übereinstimmung mit den geltenden Gesetzen und Vorschriften zu überprüfen und bei Bedarf anzupassen.

Handlungsanleitung für die nächsten 14–30 Tage


  1. Audit bestehender SLAs: Führen Sie zunächst eine umfassende Überprüfung Ihrer aktuellen SLAs durch. Identifizieren Sie unklare Formulierungen und überprüfen Sie, ob alle Dienstleistungen messbar und spezifisch definiert sind.
  2. Anpassung und Spezifikation: Überarbeiten Sie unklare Begriffe und erstellen Sie präzise Spezifikationen der zu liefernden Leistungen. Stellen Sie sicher, dass alle Metriken eindeutig und erreichbar sind.
  3. Eskalationsprozedere entwickeln: Entwickeln Sie ein Eskalationsverfahren mit klarer Benennung der Verantwortlichkeiten bei Nichteinhaltung der SLAs. Legen Sie Eskalationsstufen und -fristen fest.
  4. Compliance-Überprüfung: Überprüfen Sie, ob Ihre SLAs mit den geltenden rechtlichen und regulatorischen Anforderungen konform sind. Holen Sie bei Bedarf externen Rat von Experten ein, um sicherzustellen, dass alle Anforderungen erfüllt sind.
  5. Feedback einholen: Beziehen Sie relevante Stakeholder in den Prozess ein und sammeln Sie deren Feedback zu den überarbeiteten SLAs. Passen Sie diese entsprechend an, um einen konsensualen Vertrag zu erzielen, der die Interessen aller Parteien berücksichtigt.

Durch gezielte Optimierung und Anpassung der Service Level Agreements können Unternehmen nicht nur die Qualität und Zuverlässigkeit ihrer IT-Dienstleistungen verbessern, sondern auch die Gesamtzufriedenheit ihrer Geschäftspartner steigern. Ein gut abgestimmtes SLA ist damit ein wesentlicher Schritt auf dem Weg zu effizienteren Geschäftsabläufen und einem besseren Kundenservice.