Passende SLAs für erfolgreiche Rollouts

Autor: Roman Mayr

Passende SLAs für erfolgreiche Rollouts

Rollouts & Service Provider ·

SLAs, die passen: Grundlagen für den Erfolg von Rollouts

Service Level Agreements (SLAs) sind ein zentrales Element beim Rollout neuer IT-Dienstleistungen. Sie definieren die Erwartungen an den Service Provider und stellen sicher, dass die erbrachten Leistungen den Anforderungen des Unternehmens entsprechen. Eine genaue Abstimmung der SLAs auf die spezifischen Bedürfnisse Ihres Unternehmens ist entscheidend, um eine reibungslose Implementierung sicherzustellen. Doch oft treten Fehler bei der Erstellung und Umsetzung von SLAs auf, die den Erfolg eines Rollouts gefährden können.

Fehler 1: Unklare Leistungsdefinitionen

Ein häufig auftretender Fehler ist die unzureichende Definition der zu erbringenden Leistungen. Oftmals werden SLAs mit unscharfen Formulierungen erstellt, die Interpretationsspielraum lassen und potenziell zu Missverständnissen führen können. Die Lösung besteht darin, alle Leistungen präzise und möglichst messbar zu beschreiben. Nutzen Sie klare Kriterien und Kenngrössen, wie Reaktionszeiten oder Verfügbarkeiten, um Missverständnissen vorzubeugen.

Fehler 2: Fehlende Flexibilität

Statische SLAs, die die Möglichkeit der Anpassung an veränderte Geschäftsanforderungen ausschliessen, können sich nachteilig auswirken. Veränderungen in der Unternehmensstruktur oder auf technischer Ebene erfordern flexible Vereinbarungen. Entwickeln Sie SLAs, die regelmässige Überprüfungen und Anpassungen ermöglichen. Setzen Sie auf ein flexibles Rahmenwerk, das Spielraum für Wachstum und Anpassung lässt.

Fehler 3: Vernachlässigung der Kundenanforderungen

Ein weiterer häufiger Fehler ist die unzureichende Berücksichtigung der tatsächlichen Bedürfnisse des Unternehmens. Oft werden standardisierte SLAs angewandt, die nicht die individuellen Anforderungen widerspiegeln. Um dies zu korrigieren, sollten die SLAs auf Basis einer sorgfältigen Bedarfsermittlung entwickelt werden. Prioritäten und Erwartungen sollten im Dialog mit allen relevanten Stakeholdern festgelegt werden.

Handlungsanleitung für die nächsten 14–30 Tage

In den kommenden Wochen sollten Sie Folgendes tun, um Ihre SLAs optimal anzupassen:

  1. Analyse der bisherigen SLAs: Überprüfen Sie die bestehenden SLAs auf Unklarheiten und Diskrepanzen. Erstellen Sie eine Liste der spezifischen Bereiche, die eine Überarbeitung erfordern.
  2. Bedarfsermittlung durchführen: Treffen Sie sich mit Schlüsselpersonen aus den betroffenen Abteilungen, um deren spezifische Anforderungen und Erwartungen zu erfassen. Berücksichtigen Sie die langfristigen Ziele Ihrer Organisation.
  3. Definition präziser Leistungskennzahlen: Entwickeln Sie klare, messbare Kennzahlen für alle definierten Leistungen. Achten Sie darauf, dass diese Kennzahlen von allen Beteiligten verstanden und akzeptiert werden.
  4. Flexibilitätsstrategien planen: Es sollte einen Plan zur regelmässigen Überprüfung und Anpassung der SLAs geben. Setzen Sie Meilensteine für die Evaluierung der Leistungen und passen Sie die Vereinbarungen basierend auf den gesammelten Erkenntnissen an.
  5. Schulung und Kommunikation: Informieren Sie alle involvierten Parteien ausführlich über die Änderungen und den angepassten Inhalt der SLAs. Schulungen können dabei helfen, das Verständnis zu vertiefen und die Akzeptanz erhöht zu halten.

Durch die präzise Ausformulierung und kontinuierliche Anpassung Ihrer SLAs stellen Sie sicher, dass diese den tatsächlichen Anforderungen Ihres Unternehmens entsprechen. Ein strukturiertes Vorgehen in den nächsten Wochen kann dazu beitragen, dass Ihre Rollouts erfolgreich verlaufen und die Zusammenarbeit mit Ihrem Service Provider harmonisch und produktiv ist.