Passende SLAs: Was ist entscheidend?

Autor: Roman Mayr

Passende SLAs: Was ist entscheidend?

Rollouts & Service Provider ·

Ein Service Level Agreement (SLA) bildet die Grundlage für die Beziehung zwischen einem KMU und seinem Service Provider. Diese Vereinbarungen definieren die Qualität und die Verfügbarkeit der Dienstleistungen, die erbracht werden sollen, und sind entscheidend für den Erfolg von Rollouts. Doch wie gestaltet man SLAs, die wirklich passen und einen klaren Praxisnutzen bieten?

Passende SLAs: Was ist entscheidend?


  1. **Klare Definition der Leistungen**: Der erste Schritt bei der Erstellung eines SLAs besteht darin, die Dienstleistungen präzise zu definieren. Was genau wird vom Service Provider erwartet? Welche spezifischen Anforderungen hat das Unternehmen? Ein übergreifendes Ziel ist es, Missverständnisse oder unklare Vorgaben zu vermeiden.
  2. **Messbare Leistungsindikatoren**: Ein SLA muss messbare Leistungsziele enthalten. Dies ermöglicht eine objektive Bewertung der Dienstleistungsqualität. Typische Indikatoren umfassen Verfügbarkeitszeiten, Antwortzeiten und Fehlerbehebungszeiten.
  3. **Flexibilität und Skalierbarkeit**: Rollouts können dynamische Anforderungen mit sich bringen. SLAs sollten daher Raum für Anpassungen bieten, um den Veränderungen im Geschäftsumfeld oder in der Technologie Rechnung zu tragen. Dies gewährleistet, dass die Übereinkommen auch in Zukunft relevant bleiben.
  4. **Klare Eskalationsverfahren**: Sollte es zu Problemen kommen, sind klare Eskalationsverfahren unerlässlich. Diese müssen sowohl die Verantwortlichkeiten als auch die zu ergreifenden Schritte für beide Parteien definieren, um rasche Lösungen sicherzustellen.
  5. **Regelmässige Überprüfung und Anpassung**: Ein gutes SLA ist nicht statisch. Regelmässige Überprüfungen sorgen dafür, dass die Vereinbarungen aktuell und im Einklang mit den Unternehmenszielen bleiben. Anpassungen sollten proaktiv vorgenommen werden, um technologische Veränderungen oder strategische Neuausrichtungen zu berücksichtigen.

Praxisnutzen: Mehr als nur Papier

Ein gut gestaltetes SLA bringt mehrere konkrete Vorteile:

  • **Reduktion von Risiken**: Durch klare Erwartungen und Eskalationsverfahren können potenzielle Probleme frühzeitig erkannt und behoben werden, bevor sie das Geschäft negativ beeinflussen.
  • **Optimierung der Betriebseffizienz**: Ein SLA, das exakt auf die Bedürfnisse eines Unternehmens abgestimmt ist, sorgt dafür, dass die IT-Ressourcen optimal genutzt werden und Ausfallzeiten minimiert werden.
  • **Verbesserte Geschäftsbeziehungen**: Transparente SLAs fördern das Vertrauen und die Zusammenarbeit zwischen dem KMU und dem Service Provider, was zu einer langfristigen und erfolgreichen Partnerschaft führen kann.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass SLAs, die durchdacht und regelmässig überprüft werden, weit mehr sind als nur ein rechtliches Dokument. Sie sind ein strategisches Werkzeug, das KMUs dabei unterstützt, ihre IT-Infrastruktur effektiv zu managen und die Qualität der bereitgestellten Dienstleistungen sicherzustellen. Ein sorgfältig ausgearbeitetes SLA kann somit entscheidend dazu beitragen, dass Rollouts reibungslos und erfolgreich verlaufen.