
Phishing erkennen: Häufige Fehler vermeiden
Phishing-Angriffe sind eine der häufigsten Bedrohungen, denen Unternehmen heute ausgesetzt sind. Die Fähigkeit, solche Angriffe zu erkennen und angemessen zu reagieren, ist entscheidend, um die Sicherheit der Unternehmensdaten zu gewährleisten. Häufig schleichen sich jedoch Fehler ein, die die Effektivität der Erkennung untergraben können.
Typische Fehler beim Erkennen von Phishing
Ein häufiger Fehler besteht darin, auf den ersten Blick legitime Absenderadressen nicht genau zu überprüfen. Cyberkriminelle können leicht täuschend echte E-Mail-Adressen erstellen, die denen von vertrauenswürdigen Partnern oder Kollegen ähneln. Ein kleiner Schreibfehler oder die Verwendung eines allgemein bekannten Drittanbieterdienstes kann leicht übersehen werden.
Eine unzureichende Überprüfung von Links und Anhängen ist ein weiterer Fehler. Gerade bei E-Mails mit dringenden oder verlockenden Betreffzeilen besteht die Gefahr, dass Nutzer unüberlegt auf eingebettete Links klicken oder Anhänge öffnen. Diese Links könnten auf gefälschte Webseiten führen, die vertrauliche Informationen abgreifen.
Zudem können mangelnde Aktualisierungen bei spezifischen Sicherheitskenntnissen zu Fehlern im Erkennen von Phishing-Angriffen führen. Die Methoden der Angreifer entwickeln sich ständig weiter, sodass veraltetes Wissen schnell zur Angriffsfläche werden kann.
Fehlerkorrekturen
Um diese Fehler zu vermeiden, sollte bei jeder E-Mail eine gründliche Überprüfung der Absenderadresse erfolgen. Mitarbeitende sollten darauf trainiert werden, Absenderadressen aufmerksam zu lesen und Abweichungen oder Unregelmässigkeiten sofort zu hinterfragen.
Ein weiterer wichtiger Schritt ist das Etablieren einer Praxis der kritischen Bewertung aller E-Mail-Inhalte, besonders Links und Anhänge. Bevor auf einen Link geklickt wird, sollte der Linkziel überprüft und sichergestellt werden, dass es sich um eine vertrauenswürdige Seite handelt. Anhänge sollten nur geöffnet werden, wenn die Quelle als absolut sicher gilt.
Regelmässige Schulungen und Sensibilisierungsprogramme können dem Personal helfen, mit den neuesten Phishing-Methoden Schritt zu halten. Solche Programme sollten anschaulich die unterschiedlichen Phishing-Techniken und Möglichkeiten zur Erkennung und Vermeidung erklären.
Handlungsanleitung für 14–30 Tage
In den nächsten zwei bis vier Wochen sollten Unternehmen folgende Massnahmen umsetzen:
- Analysephase (Tage 1–7): Führen Sie eine interne Prüfung der aktuellen E-Mail-Kommunikation durch, um potenzielle Schwachstellen beim Erkennen von Phishing zu identifizieren. Achten Sie besonders auf zuvor unerkannte Phishing-E-Mails.
- Schulungsphase (Tage 8–14): Organisieren Sie ein Training zur Erkennung von Phishing für alle Mitarbeitenden. Dieses sollte auf die neuesten Taktiken eingehen und praktische Übungen enthalten. Zusätzlich erstellen Sie eine Checkliste, die alle Mitarbeitenden bei der Überprüfung von E-Mails unterstützt.
- Implementierungsphase (Tage 15–30): Fördern Sie eine Kultur der Sicherheit, indem Sie Mitarbeitende ermutigen, verdächtige E-Mails sofort zu melden. Etablieren Sie klare Verfahren zur sicheren Überprüfung und Handhabung solcher Meldungen. Gleichzeitig sollten die IT-Systeme auf dem neuesten Stand gehalten werden, um technische Schutzmassnahmen gegen Phishing zu gewährleisten.
Diese proaktiven Schritte helfen, die Sicherheit des Unternehmens zu stärken und das Risiko durch Phishing-Angriffe signifikant zu reduzieren.