Phishing erkennen: Tipps gegen Cyberangriffe

Autor: Roman Mayr

Phishing erkennen: Tipps gegen Cyberangriffe

Cybersecurity Awareness ·

Phishing-Mails erkennen: So schützen Sie Ihr Unternehmen

Phishing-Angriffe zählen nach wie vor zu den häufigsten Cyberbedrohungen für Unternehmen. Eine effektive Erkennung von Phishing-Mails kann daher massgeblich zur Sicherung sensibler Unternehmensdaten beitragen. Doch wie lassen sich Phishing-Versuche zuverlässig identifizieren?

Typische Fehler bei der Erkennung von Phishing-Mails

Einer der häufigsten Fehler ist das Übersehen von Absenderadressen. Cyberkriminelle nutzen oft gefälschte E-Mail-Adressen, die auf den ersten Blick vertrauenswürdig erscheinen. Ein genauer Blick auf die Absenderadresse kann jedoch oft Unstimmigkeiten, wie leicht abgewandelte Unternehmensnamen oder ungewöhnliche Endungen, offenbaren.

Ein weiterer Fehler besteht in der unkritischen Betrachtung von E-Mail-Inhalten. Phishing-Mails sind oft ansprechend gestaltet und wirken professio­nell. Häufig enthalten sie jedoch dringliche Aufforderungen oder Drohungen, etwa zur sofortigen Preisgabe von Passwörtern. Seriöse Unternehmen und Institutionen fordern solche Informationen nie per E-Mail an.

Der dritte Fehler ist das unachtsame Öffnen von Anhängen oder Klicken auf Links. Diese sind oft mit Schadsoftware versehen. Bevor man einen Anhang öffnet oder einen Link wählt, sollten sowohl der Dateityp als auch der gesamte Kontext der Nachricht kritisch bewertet werden.

Korrektur der Fehler

Um die Gefahr durch Phishing-Mails zu vermindern, sollten Mitarbeitende regelmässig in Cybersecurity-Awareness-Schulungen geschult werden. Themen könnten die Prüfung von Absenderadressen und die Aufmerksamkeit für ungewöhnliche Sprachstile oder Rechtschreibfehler sein.

Des Weiteren sollte eine klare Unternehmenskultur rund um die E-Mail-Sicherheit gefördert werden. Mitarbeitende sollten sensibilisiert werden, verdächtige Nachrichten sofort zu melden. Hier kann ein zentraler Ansprechpartner im Unternehmen für alle Fragen rund um Cybersecurity etabliert werden.

In Bezug auf Links und Anhänge sollte ein sicherer Umgang grundlegend vermittelt werden. Grundsätzlich sollten keine Links oder Anhänge von unbekannten Absendern geöffnet werden. Zudem können technische Lösungen wie Spam-Filter oder Anti-Malware-Software unterstützend wirken.

Handlungsanleitung für die nächsten 14–30 Tage


  1. Sensibilisierungstraining organisieren: Planen Sie ein Sicherheitstraining für alle Mitarbeiter innerhalb der nächsten zwei Wochen, um das Bewusstsein für Phishing-Risiken zu schärfen.
  2. Kommunikationsrichtlinien überarbeiten: Nutzen Sie die folgenden Wochen, um klare Richtlinien für den internen und externen Umgang mit E-Mails zu etablieren und zu kommunizieren.
  3. Technische Massnahmen umsetzen: Überprüfen Sie Ihre IT-Infrastruktur und implementieren Sie gegebenenfalls zusätzliche Sicherheitssoftware, um Phishing-Mails automatisch zu filtern und zu markieren.
  4. Etablierung eines Meldesystems: Richten Sie ein System ein, über das Mitarbeitende verdächtige E-Mails einfach und schnell melden können. Halten Sie die nächsten 30 Tage für die Feinabstimmung dieser Prozesse bereit.

Durch die konsequente Umsetzung dieser Schritte kann das Unternehmen nachhaltig gegen Phishing-Angriffe gewappnet werden. Eine kontinuierliche Sensibilisierung der Mitarbeitenden stellt sicher, dass potenzielle Bedrohungen zeitnah erkannt und neutralisiert werden.