Präzision in Finanzprognosen sichern

Autor: Roman Mayr

Präzision in Finanzprognosen sichern

Finanz- & Controlling-Prozesse ·

Präzise Forecasts als Grundlage solider Geschäftsentscheidungen

In der Geschäftswelt sind präzise Forecasts unerlässlich, um fundierte Entscheidungen treffen zu können. Fehlerhafte Prognosen können zu falschen Annahmen und letztlich zu finanziellen Verlusten führen. In diesem Artikel werden häufige Fehler bei der Erstellung von Forecasts aufgezeigt und wie man diese korrigieren kann, um verlässlichere Vorhersagen zu erzielen.

Typische Fehler bei der Forecast-Erstellung

Unzureichende Datenbasis
Ein häufiger Fehler in der Prognoseerstellung ist die Verwendung einer unzureichenden oder unvollständigen Datenbasis. Oftmals werden historische Daten verwendet, die nicht mehr aktuell sind oder die erfassten Daten decken nicht alle relevanten Aspekte ab. Um dies zu vermeiden, sollte eine möglichst breite und aktuelle Datenbasis geschaffen werden. Es empfiehlt sich, interne Daten mit extern verfügbaren Informationen, wie Marktstudien oder Branchenreports, zu ergänzen.

Fehleinschätzungen durch subjektive Einflüsse
Subjektive Einschätzungen und persönliche Meinungen können die Objektivität von Forecasts beeinträchtigen. Dies führt oft zu überoptimistischen oder zu pessimistischen Erwartungen. Eine Korrektur ist möglich, indem eine datengetriebene Vorgehensweise gewählt wird. Dies bedeutet, dass Entscheidungen und Prognosen verstärkt auf empirischen Daten und weniger auf Intuition basieren sollten. Eine Möglichkeit besteht darin, statistische Modelle und Algorithmen zur Unterstützung der Prognoseerstellung heranzuziehen.

Nicht berücksichtigte externe Faktoren
Externe Faktoren wie regulatorische Änderungen, wirtschaftliche Entwicklungen oder Konkurrenzaktivitäten werden oft nicht genügend in die Vorhersagen einbezogen. Um dies zu adressieren, sollten regelmässige Überprüfungen der externen Einflüsse durchgeführt und bei neuen Erkenntnissen entsprechend in die Prognosen integriert werden.

Handlungsanleitung für die nächsten 14–30 Tage


  1. Datensammlung und -analyse
Beginnen Sie mit der Zusammenstellung aktueller und relevanter Datenquellen. Evaluieren Sie die vorhandenen internen Daten und berücksichtigen Sie externe Informationsquellen, die für Ihr Geschäft von Bedeutung sein könnten.
  1. Datengetriebene Modellierung
Nutzen Sie innerhalb der nächsten zwei Wochen ein Softwaretool zur Vorhersageanalyse oder wenden Sie statistische Methoden an, um Ihre Forecasts datenbasiert zu unterstützen. Schulen Sie gegebenenfalls Ihr Team im Umgang mit diesen Modellen.
  1. Überprüfung externer Faktoren
In der vierten Woche sollten Sie eine systematische Überprüfung der für Ihr Geschäft relevanten externen Faktoren durchführen. Passen Sie die Forecasts an, wenn signifikante Änderungen auftreten.
  1. Feedbackschlaufe etablieren
Richten Sie eine Feedbackschlaufe ein, um kontinuierlich die Genauigkeit Ihrer Vorhersagen zu überwachen und stetige Verbesserungen zu ermöglichen.

Durch die Vermeidung der genannten typischen Fehler und die systematische Implementierung der Handlungsanleitung kann die Treffsicherheit Ihrer Forecasts signifikant gesteigert werden. Dies schafft eine zuverlässigere Basis für die strategische Planung und trägt letztlich zur Steigerung der Unternehmensleistung bei.