Prompt Engineering: System-/User-/Tool-Rollen sauber trennen

Autor: Roman Mayr

Prompt Engineering: System-/User-/Tool-Rollen sauber trennen

Prompt Engineering ·

In der Welt des Prompt Engineering ist die klare Trennung von System-, User- und Tool-Rollen entscheidend für den erfolgreichen Einsatz von KI-Anwendungen. Ein strukturiertes Rollenverständnis ermöglicht es, Aufgaben effizient zuzuweisen und Missverständnisse zu vermeiden.

Kernaussage

Der Erfolg von KI-Anwendungen hängt wesentlich davon ab, wie klar die Rollen von System, User und Tool definiert und voneinander abgegrenzt sind. Eine präzise Rollenverteilung verhindert Überschneidungen und optimiert die Kommunikation sowie den Informationsfluss zwischen den Beteiligten.

Typische Fehler und deren Korrektur


  1. Unklare Verantwortlichkeiten zwischen User und System
Ein häufiges Problem ist die unzureichende Abgrenzung der Aufgaben zwischen dem User und dem System. Dies kann zu ineffizienten Arbeitsprozessen führen, da eine Doppelbearbeitung oder das Übersehen von Verantwortlichkeiten auftreten kann. Korrektur: Entwickeln Sie eine klare Rollenbeschreibung, in der die Aufgaben des Users (z.B. Zielsetzung und Kontextvermittlung) und des Systems (z.B. Datenverarbeitung und Ergebnisanalyse) präzise festgelegt sind.
  1. Überlappende Funktionen von System und Tool
Oftmals werden die Grenzen zwischen System- und Tool-Funktionen nicht klar gezogen, was zu Verwirrung und Fehlkommunikation führt. Korrektur: Definieren Sie die technische Schnittstelle, an der das System auf das Tool zugreift, und legen Sie fest, welche Funktionen jeweils exklusiv dem System oder dem Tool zugeordnet sind. Eine übersichtliche Dokumentation dieser Schnittstellen erleichtert die Implementierung und Wartung.
  1. Fehlende Kommunikation zwischen den Rollen
Kommunikation ist der Schlüssel zur Koordination zwischen User, System und Tool. Eine nicht vorhandene oder ineffiziente Kommunikation kann zu inkohärenten Ergebnissen führen. Korrektur: Etablieren Sie regelmäßige Feedback-Schleifen, in denen der User dem System Rückmeldungen gibt. Verwenden Sie Kommunikationsplattformen, die den Informationsaustausch zwischen den Rollen sicherstellen.

Handlungsanleitung für 14–30 Tage


  1. Tag 1–7: Analysephase
  • Identifizieren Sie alle Systeme, User und Tools innerhalb Ihres Projekts.
  • Erstellen Sie ein Rollen- und Aufgabenmatrix, in der die Verantwortlichkeiten klar zugeordnet werden.
  • Führen Sie Interviews oder Workshops mit den beteiligten Personen durch, um Missverständnisse bei Rollen und Aufgaben zu erkennen.

  1. Tag 8–14: Implementierungsphase
  • Entwickeln Sie eine detaillierte Prozessdokumentation, die die Rollenverteilung sowie die Schnittstellen zwischen System, User und Tool klar beschreibt.
  • Richten Sie Kommunikationskanäle ein, die den regelmäßigen Informationsaustausch fördern.

  1. Tag 15–30: Überprüfungs- und Anpassungsphase
  • Überwachen Sie die Implementierung in der Praxis und sammeln Sie Feedback von allen Beteiligten.
  • Passen Sie das Rollen- und Kommunikationskonzept basierend auf den Rückmeldungen an und klären Sie offene Fragen durch gezielte Schulungen oder Workshops.
  • Führen Sie eine abschliessende Evaluation der Effizienz der neuen Rollenverteilung durch und dokumentieren Sie die Ergebnisse für zukünftige Projekte.