Prozessautomatisierung im Schweizer Mittelstand optimieren

Autor: Roman Mayr

Prozessautomatisierung im Schweizer Mittelstand optimieren

Hyperautomation ·

End-to-End-Prozesse vollständig automatisieren: Ein Leitfaden für Schweizer KMU

Die vollständige Automatisierung von End-to-End-Prozessen ist ein hochaktuelles Thema für KMU in der Schweiz. Die Vorteile einer solchen Strategie liegen auf der Hand: erhöhte Effizienz, reduzierte Fehlerquoten und letztlich Wettbewerbsvorteile in einem hart umkämpften Markt. Doch der Weg zur erfolgreichen Hyperautomation ist nicht ohne Tücken. Einige typische Fehler können den Erfolg massgeblich beeinträchtigen.

Ein typischer Fehler: Unzureichende Prozessanalyse

Eines der häufigsten Probleme bei der Automatisierung von End-to-End-Prozessen ist eine unzureichende Analyse der bestehenden Abläufe. Unternehmen neigen dazu, Prozesse zu automatisieren, ohne diese vorher gründlich zu verstehen. Dies führt oft zur Automatisierung von ineffizienten oder überflüssigen Schritten, was den gesamten Prozess behindert.

Korrektur: Bevor Sie mit der Automatisierung beginnen, sollten Sie eine umfassende Analyse der bestehenden Prozesse durchführen. Identifizieren Sie Engpässe, überflüssige Schritte und Möglichkeiten zur Prozessverbesserung. Dies bietet die Grundlage für eine fundierte Automatisierungsstrategie.

Ein weiterer Fehler: Fehlende Integration von Systemen

Ein weiteres häufiges Problem ist die mangelnde Integration der bestehenden IT-Systeme. Ohne eine nahtlose Verbindung zwischen den verschiedenen Softwarelösungen und Datensystemen bleibt der Automatisierungsprozess oft isoliert und ineffektiv.

Korrektur: Sorgen Sie für eine reibungslose Integration der bestehenden IT-Infrastruktur. Nutzen Sie Schnittstellen und Middleware-Lösungen, um Daten zwischen den verschiedenen Systemen nahtlos auszutauschen. Dies gewährleistet eine durchgängige Prozessautomatisierung.

Ein dritter Fehler: Unterschätzung des Wandels im Unternehmen

Die Einführung der Hyperautomation bedeutet oft einen erheblichen Wandel innerhalb eines Unternehmens. Ein häufiger Fehler besteht darin, die organisatorischen Änderungen und das benötigte Change Management zu unterschätzen. Dies kann zu Widerständen und sogar zum Scheitern des Automatisierungsprojekts führen.

Korrektur: Entwickeln Sie eine umfassende Change-Management-Strategie. Binden Sie Mitarbeiter aktiv in den Automatisierungsprozess ein und bieten Sie Schulungen an. Kommunizieren Sie klar die Vorteile und das Ziel der Automatisierung, um Akzeptanz und Unterstützung im Unternehmen sicherzustellen.

Handlungsanleitung für 14–30 Tage


  1. Tag 1–5: Prozessanalyse
  • Führen Sie eine gründliche Prozessanalyse durch. Dokumentieren Sie jeden Schritt und identifizieren Sie Redundanzen und Engpässe.

  1. Tag 6–10: Planung der Integration
  • Entwickeln Sie einen Plan für die technische Integration Ihrer Systeme, einschliesslich der Identifikation notwendiger Schnittstellen.

  1. Tag 11–15: Auswahl der Automatisierungstools
  • Recherchieren und wählen Sie geeignete Automatisierungstools, die sich nahtlos in Ihre bestehende IT-Infrastruktur integrieren lassen.

  1. Tag 16–20: Konzept für Change Management
  • Entwickeln Sie ein Konzept für das Change Management. Planen Sie Schulungen und interne Informationsveranstaltungen.

  1. Tag 21–30: Pilotierung und Monitoring
  • Führen Sie eine Pilotierung der Automatisierung mit einem kleinen Prozesssegment durch. Überwachen Sie die Performance und sammeln Sie Feedback zur Optimierung.

Durch die Vermeidung typischer Fehler und das systematische Vorgehen bei der Einführung von Hyperautomation können Schweizer KMU ihre Prozesse effizienter gestalten und ihre Wettbewerbsfähigkeit stärken.