Qualitätssicherung in Datenbanken optimieren

Autor: Roman Mayr

Qualitätssicherung in Datenbanken optimieren

Datenanalyse & Datenbanken ·

Die Bedeutung der Datenqualität und deren rasche Verbesserung

Für jede Organisation, die datengetrieben arbeitet, ist die Qualität der vorhandenen Daten entscheidend. Schlechte Datenqualität kann zu fehlerhaften Analysen, falschen Entscheidungen und letztlich zu wirtschaftlichen Verlusten führen. Der Schlüssel zur Verbesserung der Datenqualität liegt oft in der Identifikation und Behebung typischer Datenfehler.

Typische Fehler und Korrekturen


  1. Unvollständige Datensätze: Ein häufiges Problem sind unvollständige Datensätze. Beispielsweise fehlen in Kundendatenbanken oft Telefonnummern oder E-Mail-Adressen, was die Kontaktaufnahme erschwert. Die Korrektur erfolgt durch systematische Überprüfung und Vervollständigung dieser fehlenden Informationen. Automatisierte Validierungstools können eingesetzt werden, um sicherzustellen, dass alle relevanten Felder ausgefüllt sind, bevor Datensätze gespeichert werden.
  2. Redundante Daten: Auch redundante Daten können die Qualität mindern. Dies tritt oft auf, wenn Daten mehrfach erfasst und abgespeichert werden, was zu Inkonsistenzen führen kann. Die Einführung eines effizienten Datenabgleichsystems kann hier Abhilfe schaffen. Ein Beispiel wäre der Abgleich von Kundendatenbanken nach eindeutigen Kriterien (wie Kunden-ID), um Doppeleinträge aufzuspüren und zu eliminieren.
  3. Falsche Datenformate: Eine weitere Quelle schlechter Datenqualität sind falsche oder uneinheitliche Datenformate. Unterschiedliche Darstellungen von Datumsangaben oder Telefonformaten erschweren die Analyse und Nutzung der Daten. Klare Richtlinien und die Verwendung von Formatierungstools können helfen, einheitliche Standards durchzusetzen. Beispielsweise sollte für alle Datumsangaben dasselbe Format (z.B. JJJJ-MM-TT) festgelegt werden.

Handlungsanleitung für 14–30 Tage


  1. Analyse und Priorisierung: Beginnen Sie mit einer Analyse der bestehenden Daten, um die grössten Qualitätshürden zu identifizieren. Setzen Sie Prioritäten darauf, welche Datenbereiche zuerst adressiert werden sollen.
  2. Einführung automatisierter Tools: Innerhalb der ersten Woche sollten automatisierte Tools implementiert werden, die Fehler wie fehlende Daten oder Inkonsistenzen erkennen. Diese Tools helfen, manuellen Arbeitsaufwand zu reduzieren und die Effizienz zu steigern.
  3. Schulung und Sensibilisierung: Bilden Sie Ihr Team aus, damit Daten korrekt erfasst und gepflegt werden. Schulungsprogramme ab der zweiten Woche tragen dazu bei, das Bewusstsein für Datenqualität zu schärfen und Mitarbeiter in die Lage zu versetzen, Fehler zu identifizieren und zu beheben.
  4. Kontinuierliches Monitoring: Ab der dritten Woche sollte ein System zur kontinuierlichen Überwachung der Datenqualität implementiert werden. Regelmässige Prüfungen helfen, neue Probleme frühzeitig zu erkennen und rechtzeitig Gegenmassnahmen zu ergreifen.

Durch konkrete Massnahmen und die Einführung klarer Prozesse können KMUs nicht nur die Datenqualität signifikant erhöhen, sondern auch die Grundlage für fundierte, datenbasierte Entscheidungen schaffen.