Relevanz und Fokus im Kennzahlen-Management

Autor: Roman Mayr

Relevanz und Fokus im Kennzahlen-Management

Business Intelligence ·

Ein effektives Kennzahlen-Framework bildet das Rückgrat jeder erfolgreichen Business-Intelligence-Strategie. Es ermöglicht Unternehmen, fundierte Entscheidungen zu treffen, indem es relevante Daten in nützliche Informationen umwandelt. Doch oft scheitert die Implementierung eines solchen Frameworks an typischen Fehlern, die zu unklaren oder gar irreführenden Analysen führen können.

Kernaussage: Klar definierte und gut ausgewählte Kennzahlen sind essenziell für eine effektive Business Intelligence.

Typische Fehler bei der Entwicklung eines Kennzahlen-Frameworks

Erster Fehler: Vielzahl irrelevanter Kennzahlen
Eine häufige Falle ist die Erfassung einer übermässigen Anzahl von Kennzahlen. Zu viele Kennzahlen können zu Verwirrung führen und die Entscheidungsfindung erschweren. Zudem überlasten sie oft die Systeme und die Mitarbeiter, die die Daten analysieren sollen.

Korrektur: Es ist entscheidend, einen klaren Fokus zu setzen und nur die Kennzahlen zu identifizieren, die für die spezifischen Geschäftsziele tatsächlich relevant sind. Dabei sollte man sich auf Schlüsselkennzahlen, sogenannte Key Performance Indicators (KPIs), konzentrieren, die direkt auf die strategischen Ziele des Unternehmens einzahlen.

Zweiter Fehler: Mangelnde Aktualität der Kennzahlen
Oftmals wird der Fehler gemacht, dass Kennzahlen nicht regelmässig aktualisiert werden. Dies hat zur Folge, dass Entscheidungen auf veralteten Daten basieren, was das Risiko für Fehlentscheidungen erheblich erhöht.

Korrektur: Stellen Sie sicher, dass das Framework dynamisch gestaltet ist und die Möglichkeit bietet, Kennzahlen in regelmässigen Intervallen zu aktualisieren. Dies könnte durch den Einsatz automatisierter Datenaktualisierungstools oder durch die Integration einer Echtzeit-Datenanbindung verbessert werden.

Dritter Fehler: Fehlende Struktur und Konsistenz
Ein weiterer häufiger Fehler ist das Fehlen einer klaren Struktur und Konsistenz in der Darstellung von Kennzahlen. Unterschiedliche Abteilungen können unterschiedliche Kriterien für die Erhebung und Interpretation von Daten verwenden, was eine Vergleichbarkeit erschwert.

Korrektur: Entwickeln Sie klare Richtlinien und Standards für die Erhebung und Darstellung von Kennzahlen. Dies kann durch die Einrichtung eines zentralen Governance-Teams oder durch die Verwendung einheitlicher Tools und Formate unterstützt werden.

Handlungsanleitung für die nächsten 14–30 Tage


  1. Analysephase (Tag 1–7): Beginnen Sie damit, Ihre aktuellen Kennzahlen und deren Zweck zu überprüfen. Identifizieren Sie, welche Kennzahlen tatsächlich strategische Bedeutung haben und welche überflüssig sind.
  2. Priorisierungsphase (Tag 8–14): Reduzieren Sie Ihre Kennzahlen auf eine überschaubare Anzahl, die Ihre wichtigsten Unternehmensziele widerspiegeln. Legen Sie fest, wie häufig diese Kennzahlen aktualisiert werden sollen, und integrieren Sie, wenn möglich, Echtzeit-Datenquellen.
  3. Strukturierungsphase (Tag 15–21): Entwickeln Sie ein konsistentes Format für die Darstellung und Berichterstattung Ihrer Kennzahlen. Richten Sie auf dieser Basis klare Richtlinien zur einheitlichen Darstellung von Daten ein, um Vergleiche zu erleichtern.
  4. Implementierungsphase (Tag 22–30): Setzen Sie die neu strukturierten und priorisierten Kennzahlen in ihr BI-System um. Schulen Sie relevante Mitarbeiter in der Nutzung und Interpretation der neu definierten Kennzahlen und halten Sie für die Zukunft regelmässige Überprüfungsmeetings fest.

Durch die Beachtung dieser Schritte und die konsequente Vermeidung der genannten Fehler, kann Ihr Unternehmen den Nutzen seiner Business-Intelligence-Initiativen erheblich steigern. Ein gut definiertes Kennzahlen-Framework ist der Schlüssel zur zielgerichteten Unternehmenssteuerung und nachhaltigem Erfolg.