
Risiken frühzeitig im Projekt angehen
Frühzeitiges Managen von Risiken im Projektmanagement
Im Projektmanagement ist das rechtzeitige Erkennen und Managen von Risiken entscheidend für den Erfolg eines Projekts. Projekte sind komplex und in einer dynamischen Umwelt eingebettet, was unweigerlich zu Unsicherheiten führt. Das proaktive Management dieser Unsicherheiten reduziert nicht nur potenzielle negative Einflüsse auf das Projekt, sondern kann auch Chancen für Optimierungen eröffnen.
Typische Fehler bei der Risikoerkennung und -bewertung
Ein häufig auftretender Fehler im Risikomanagement ist die unzureichende Identifizierung von Risiken in der frühen Projektphase. Oftmals wird der Fokus zu Beginn eines Projekts vorwiegend auf die Zielsetzungen und weniger auf potenzielle Risiken gelegt. Dies führt dazu, dass Risiken erst erkannt werden, wenn sie sich bereits negativ auf das Projekt ausgewirkt haben. Um dies zu verhindern, ist es ratsam, zu Projektbeginn ein Brainstorming mit dem gesamten Team durchzuführen, um potenzielle Risiken zu identifizieren.
Ein weiterer typischer Fehler ist die falsche Bewertung der Eintrittswahrscheinlichkeiten von Risiken und deren potenziellen Auswirkungen. Eine mangelhafte oder fehlerhafte Bewertung kann zu einer verzerrten Priorisierung der Risiken führen. Die Anwendung einer standardisierten Risikoanalyse-Methode, wie der qualitativen Risikomatrix, kann helfen, Risiken präziser zu bewerten und zu priorisieren.
Es wird auch häufig versäumt, Verantwortlichkeiten für das Monitoring und das Management der identifizierten Risiken zuzuweisen. Ohne klare Zuständigkeiten kann es passieren, dass Maßnahmen nicht rechtzeitig ergriffen werden, was das Projekt in Gefahr bringen kann. Eine klare Aufteilung der Verantwortlichkeiten in der Projektorganisation stellt sicher, dass Risiken kontinuierlich überwacht werden.
Handlungsanleitung für die nächsten 14–30 Tage
In einem Zeitraum von 14 bis 30 Tagen sollte ein gezielter Ansatz zur Verbesserung des Risikomanagements im Projekt etabliert werden:
- Initiales Risikoworkshop durchführen (innerhalb der ersten Woche): Laden Sie das Projektteam zu einem umfassenden Workshop ein, um ein gemeinsames Verständnis für das Projekt und seine potenziellen Risiken zu entwickeln. Sammeln und dokumentieren Sie potenzielle Risiken und klassifizieren Sie diese nach ihrer Priorität.
- Risikoanalyse durchführen (innerhalb der zweiten Woche): Bewerten Sie die identifizierten Risiken in Bezug auf Eintrittswahrscheinlichkeit und mögliche Auswirkungen. Erstellen Sie eine Risikomatrix, um die Handlungsprioritäten klar aufzuzeigen.
- Verantwortlichkeiten zuweisen (bis zum Ende der dritten Woche): Erstellen Sie einen Risikomanagement-Plan, in dem Sie Verantwortlichkeiten für die Überwachung der identifizierten Risiken und die Umsetzung von Massnahmen klar festlegen.
- Monitoring-Mechanismen etablieren (bis zum Ende der vierten Woche): Entwickeln Sie ein System zur fortlaufenden Überwachung identifizierter Risiken. Dies kann durch regelmässige Statusmeetings und den Einsatz von Risikomanagement-Software unterstützt werden.
Durch das konsequente und frühzeitige Managen von Risiken erhöhen Sie die Erfolgschancen Ihres Projekts erheblich. Ein strukturierter Ansatz und klare Verantwortlichkeiten bilden die Grundlage für ein effizientes Risikomanagement.