Risiken im Lieferkettenmanagement reduzieren

Autor: Roman Mayr

Risiken im Lieferkettenmanagement reduzieren

Supply Chain Management ·

In der heutigen dynamischen Wirtschaftsumgebung ist das Management von Lieferkettenrisiken für Schweizer KMU entscheidend. Die Fähigkeit, potenzielle Risiken zu identifizieren und zu minimieren, kann den Unterschied zwischen Geschäftskontinuität und gravierenden Betriebsstörungen ausmachen.

Typische Fehler und deren Korrektur

Einer der häufigsten Fehler bei der Risikominimierung in der Lieferkette ist die unzureichende Diversifikation der Lieferantenbasis. Viele Unternehmen verlassen sich auf einen einzigen oder wenige Zulieferer, was bei deren Ausfall zu erheblichen Problemen führen kann. Die Lösung besteht darin, eine vielfältigere Lieferantenbasis aufzubauen, um Abhängigkeiten zu reduzieren. Hierbei sollten Unternehmen zumindest zwei bis drei Alternativen für wichtige Materialien oder Komponenten haben.

Ein weiterer verbreiteter Fehler ist der Mangel an Transparenz entlang der Lieferkette. Viele Unternehmen haben keinen klaren Überblick über die Herkunft und den Fluss ihrer Güter. Dies kann durch die Implementierung von Technologien wie Echtzeit-Tracking-Tools behoben werden. Dabei ist sicherzustellen, dass alle Bestandteile der Lieferkette, einschliesslich der Versandlogistik, durch klare Datenerhebungen nachvollziehbar sind.

Der dritte häufige Fehler ist das Fehlen eines Notfallplans. In der Praxis werden viele Unternehmen von unerwarteten Ereignissen überrascht, sei es durch Naturkatastrophen, politische Unruhen oder andere unvorhergesehene Ereignisse. Ein gut ausgearbeiteter Plan für solche Szenarien, der unter anderem alternative Lieferanten und Transportwege berücksichtigt, ist von entscheidender Bedeutung.

Handlungsanleitung für 14–30 Tage


  1. Woche 1–2: Bestandsaufnahme und Analyse der Lieferantendiversifikation
  • Erstellen Sie eine detaillierte Bestandsaufnahme Ihrer aktuellen Lieferantenbasis.
  • Führen Sie eine Risikoanalyse durch, um potenzielle Schwachstellen zu identifizieren.
  • Entwickeln Sie Kriterien für die Auswahl zusätzlicher Lieferanten.

  1. Woche 3: Implementierung von Transparenzmassnahmen
  • Evaluieren und implementieren Sie Tools zur Überwachung und Dokumentation der Lieferkette in Echtzeit.
  • Schulen Sie Ihre Mitarbeiter im Umgang mit diesen Technologien, um eine reibungslose Implementierung zu gewährleisten.

  1. Woche 4: Notfallplanung
  • Entwickeln Sie einen umfassenden Notfallplan, der alternative Lieferkanäle und Transportwege beinhaltet.
  • Simulieren Sie potenzielle Störfälle und testen Sie die Wirksamkeit Ihrer planen Strategien.

Durch konsequente Umsetzung dieser Massnahmen innerhalb von 30 Tagen schaffen Schweizer KMU eine robustere und flexiblere Lieferkette, die besser auf unvorhergesehene Ereignisse reagieren kann.