Risikomanagement im frühen Projektstadium optimieren

Autor: Roman Mayr

Risikomanagement im frühen Projektstadium optimieren

Projektmanagement ·

Risiken frühzeitig im Projektmanagement zu identifizieren und zu managen, ist entscheidend, um unerwartete Probleme und Verzögerungen zu vermeiden und den Erfolg eines Projekts zu sichern. Eine proaktive Risikomanagementstrategie kann dabei helfen, den Verlauf eines Projekts positiv zu beeinflussen und die notwendigen Ressourcen effizient einzusetzen.

Typische Fehler und ihre Korrektur

Ein häufig anzutreffender Fehler im Risikomanagement ist die unvollständige Identifikation von Risiken. Oftmals konzentriert sich das Projektteam nur auf die offensichtlichsten Risiken, während andere potenzielle Probleme übersehen werden. Um dies zu korrigieren, sollten Projektteams eine umfassende Risikobewertung durchführen und dabei verschiedene Quellen wie vergangene Projekte, Lessons Learned und Stakeholder-Interviews einbeziehen.

Ein weiterer verbreiteter Fehler ist die mangelnde Priorisierung der identifizierten Risiken. Wenn alle Risiken als gleich wichtig behandelt werden, kann dies dazu führen, dass die verfügbaren Ressourcen ineffizient eingesetzt werden. Projekte sollten eine Risikomatrix verwenden, die Risiken anhand ihrer Wahrscheinlichkeit und ihren potenziellen Auswirkungen priorisiert. So können Ressourcen gezielt auf die wichtigsten Risiken konzentriert werden.

Ein dritter Fehler liegt in der unzureichenden Kommunikation der Risiken innerhalb des Teams und mit den Stakeholdern. Unklare oder verspätete Kommunikation kann dazu führen, dass Risiken nicht rechtzeitig adressiert werden. Die Einführung regelmässiger Risikomeetings und klar definierter Kommunikationskanäle kann helfen, die Transparenz zu erhöhen und sicherzustellen, dass alle relevanten Parteien über den aktuellen Status der Risiken informiert sind.

Handlungsanleitung für die nächsten 14–30 Tage


  1. Risikoworkshop durchführen: Innerhalb der nächsten Woche sollte ein Workshop organisiert werden, bei dem das Projektteam zusammen mit relevanten Stakeholdern Risiken identifiziert und sammelt. Nutzen Sie strukturierte Methoden wie Brainstorming oder SWOT-Analysen, um eine breite Palette möglicher Risiken zu erfassen.
  2. Risikobewertung und Priorisierung: Die zweite Woche sollte genutzt werden, um die gesammelten Risiken systematisch zu bewerten. Entwickeln Sie eine Risikomatrix, um die Risiken nach Wahrscheinlichkeit und Auswirkung zu klassifizieren. Fokussieren Sie sich auf die Risiken, die als kritisch eingeschätzt werden.
  3. Massnahmenplan entwickeln: Entwickeln Sie für die priorisierten Risiken konkrete Handlungspläne. Definieren Sie klare Verantwortlichkeiten und Zeitrahmen für die Umsetzung der Massnahmen.
  4. Kommunikation verbessern: Implementieren Sie ab der dritten Woche regelmässige Risikobriefings und etablieren Sie feste Kommunikationswege, um Informationen über Risiken und deren Status regelmässig mit allen Beteiligten zu teilen.
  5. Überwachung und Anpassung: Setzen Sie Mechanismen in Gang, um die Risikoentwicklung kontinuierlich zu überwachen und passen Sie die Strategien bei Bedarf an. Planen Sie regelmässige Überprüfungen, um die Effektivität der getroffenen Massnahmen zu evaluieren.

Die konsequente Umsetzung dieser Schritte wird helfen, Risiken im Projekt frühzeitig zu erkennen und effektiv zu managen, wodurch der Projekterfolg nachhaltig unterstützt wird.