Risikominimierung in der Lieferkette strategisch angehen

Autor: Roman Mayr

Risikominimierung in der Lieferkette strategisch angehen

Supply Chain Management ·

Lieferkettenrisiken mindern: Die Schlüssel zur Stabilität

In einer zunehmend globalisierten Wirtschaft ist die Effizienz und Stabilität der Lieferkette ein entscheidender Wettbewerbsfaktor für Unternehmen. Die Minderung von Risiken in der Lieferkette ist daher von zentraler Bedeutung, um unerwartete Störungen zu vermeiden und die Kontinuität des Geschäftsbetriebs sicherzustellen. Zu den typischen Fehlern im Supply Chain Management gehören ungenügende Risikobewertung, mangelnde Diversifikation der Lieferantenbasis und unzureichende Lagerbestände.

Ungenügende Risikobewertung

Viele Unternehmen unterschätzen die Bedeutung einer fundierten Risikobewertung. Oft wird diese Aufgabe lediglich als formaler Prozess angesehen, ohne die tatsächlichen potenziellen Bedrohungen für die Lieferkette ausreichend zu analysieren. Die Korrektur besteht darin, eine umfassende Risikobewertung durchzuführen, die sowohl interne als auch externe Faktoren berücksichtigt. Dazu gehören geopolitische Risiken, Naturkatastrophen und logistische Engpässe. Der Einsatz von fortschrittlichen Datenanalysetools kann hier wesentliche Einblicke liefern.

Mangelnde Diversifikation der Lieferantenbasis

Ein häufiger Fehler ist die starke Abhängigkeit von wenigen Lieferanten. Dies kann schwerwiegende Folgen haben, wenn es bei diesen zu Produktions- oder Lieferengpässen kommt. Die Lösung liegt in der Diversifikation der Lieferantenbasis. Unternehmen sollten strategische Partnerschaften mit mehreren Lieferanten in verschiedenen geografischen Regionen aufbauen. Dies erhöht die Flexibilität und Widerstandsfähigkeit gegenüber regionalen Störungen.

Unzureichende Lagerbestände

Viele Unternehmen tendieren dazu, Lagerbestände auf ein Minimum zu reduzieren, um Kosten zu sparen. Während dies auf den ersten Blick wirtschaftlich vorteilhaft erscheint, kann es bei unvorhergesehenen Lieferkettenunterbrechungen zu Engpässen führen. Korrekturmaßnahmen umfassen die Implementierung eines ausgewogenen Bestandsmanagements, das strategische Sicherheitsbestände berücksichtigt. Die Einführung von Just-in-time-Prinzipien kann ebenfalls helfen, die Lagerbestände effizienter zu verwalten, ohne auf notwendige Sicherheitsvorkehrungen zu verzichten.

Handlungsanleitung für die nächsten 14–30 Tage


  1. Risikoeinschätzung durchführen: Beginnen Sie mit der Einrichtung eines interdisziplinären Teams, das innerhalb von zwei Wochen eine umfassende Überprüfung aller potenziellen Lieferkettenrisiken vornimmt. Nutzen Sie dabei fortschrittliche Analysetools und bewerten Sie die Eintrittswahrscheinlichkeit und Auswirkungen jedes Risikos.
  2. Lieferantenbeziehungen überprüfen: Analysieren Sie in den darauffolgenden 7 Tagen Ihre derzeitige Lieferantenstruktur. Identifizieren Sie übermässige Abhängigkeiten und beginnen Sie, Kontakte mit alternativen Lieferanten in unterschiedlichen Regionen zu knüpfen.
  3. Bestandsstrategien evaluieren: Überprüfen Sie innerhalb der nächsten zwei Wochen Ihre aktuellen Bestandsstrategien und passen Sie diese an, um Sicherheitsbestände einzuführen. Evaluieren Sie, welche Produkte für eine Just-in-time-Lieferung in Frage kommen und entwickeln Sie einen Plan zur Umsetzung.

Durch die proaktive Auseinandersetzung mit diesen Aspekten können Unternehmen ihre Lieferketten widerstandsfähiger gestalten und damit die Grundlage für einen stabileren Geschäftsbetrieb legen.