Scheitern als Katalysator für rasche Innovation

Autor: Roman Mayr

Scheitern als Katalysator für rasche Innovation

Innovation Management ·

Die "Fail Fast"-Kultur als Instrument zur Innovationssteigerung

Die "Fail Fast"-Kultur wird zunehmend als entscheidendes Element zur Förderung von Innovation in Unternehmen angesehen. Die Kernaussage hinter dieser Philosophie lautet, Lernprozesse durch schnelle Iterationen von Ideen zu beschleunigen, um kostspielige Fehler zu vermeiden. Innerhalb eines Unternehmens bedeutet das, ein Umfeld zu schaffen, das Experimente ermutigt, und die möglichen positiven Ergebnisse eines schnellen Scheiterns wertschätzt. Dennoch gibt es verbreitete Fehltritte, die den Erfolg dieser Kulturansätze gefährden können.

Typische Fehler

Erstens ist es ein häufiger Fehler, das Konzept des "Fail Fast" misszuverstehen, indem man glaubt, dass es nur um das scheitern an sich geht. Dieser Missgriff führt oft dazu, dass Mitarbeiter keine Lehren aus Misserfolgen ziehen, sondern lediglich von einem gescheiterten Experiment zum nächsten springen. Um diesen Fehler zu korrigieren, ist es entscheidend, die Bedeutung eines strukturierten Feedbackprozesses zu unterstreichen, der darauf abzielt, aus jedem Experiment zu lernen und das Wissen über das gesamte Unternehmen zu verteilen.

Zweitens zeigt sich ein weiterer Fehler in der Einführung einer solchen Kultur oft in der Angstkultur, die unter Mitarbeitern entsteht. Diese Angst resultiert oftmals aus einer fehlgeleiteten Verlagerung des Fokus – von der Förderung von Innovation hin zur Bestrafung des Scheiterns. Korrektur liegt hier in der Schaffung eines unterstützenden Umfeldes, wo Fehler als natürliche Schritte auf dem Weg zum Erfolg angesehen und entsprechende Anerkennungen für geteilte Erkenntnisse vergeben werden.

Handlungsanleitung für die nächsten 14–30 Tage


  1. Feedbackprozesse etablieren: Setzen Sie in den nächsten zwei Wochen einen strukturierten Prozess auf, der sich auf das systematische Sammeln und Auswerten von Rückmeldungen aus jeder Projektrunde konzentriert. Mitarbeiter sollten dazu ermutigt werden, das Gelernte in wöchentlichen Besprechungen zu teilen.
  2. Fehlerkultur fördern: Beginnen Sie damit, Führungskräfte zu schulen, um eine positive Einstellung gegenüber Fehlern vorzuleben. Sie sollten zeigen, dass Fehler akzeptiert werden, solange sie die Grundlage für Verbesserungen bilden. Nutzen Sie die nächsten 30 Tage, um ein Belohnungssystem zu entwickeln, das Mitarbeiter für kreative Ansätze und dem Teilen von Erkenntnissen belohnt, die auch aus Misserfolgen stammen können.
  3. Kommunikation stärken: Transparenz sollte fortan zum Leitprinzip Ihrer Unternehmenskommunikation werden. In den kommenden 14 Tagen sollte ein klarer Kommunikationsplan entwickelt werden, der die Bedeutung und Ziele der "Fail Fast"-Kultur erklärt, um Missverständnisse zu vermeiden und die Unterstützung aller Mitarbeiter zu sichern.

Durch das gezielte Adressieren dieser typischen Fehltritte und die konsequente Umsetzung der oben genannten Schritte können Unternehmen die "Fail Fast"-Kultur erfolgreich in ihre Innovationsstrategie integrieren und langfristig von gesteigerter Innovationskraft profitieren.