Schlüssel zur Lieferketten-Transparenz erhöhen

Autor: Roman Mayr

Schlüssel zur Lieferketten-Transparenz erhöhen

Supply Chain Management ·

Transparenz in der Lieferkette erhöhen: Ein Muss für KMUs

Transparenz in der Lieferkette ist für kleine und mittlere Unternehmen von entscheidender Bedeutung, um Risiken zu minimieren, die Effizienz zu steigern und das Vertrauen der Kunden zu gewinnen. Die Schaffung einer durchsichtigen und nachvollziehbaren Lieferkette fördert nicht nur bessere Geschäftsbeziehungen, sondern ermöglicht auch eine schnellere Reaktion auf unerwartete Ereignisse und Marktveränderungen.

Typische Fehler bei der Schaffung von Transparenz


  1. Fehlende Datenintegration
Oftmals lagern wichtige Informationen in unterschiedlichen Systemen oder sogar in manuellen Prozessen, was die Transparenz der Lieferkette stark beeinträchtigt. Unternehmen, die ihre Daten nicht synchronisieren, riskieren fehlerhafte Bestände und verpasste Liefertermine. Eine integrierte IT-Lösung, die alle relevanten Informationen aus verschiedenen Bereichen zusammenführt, kann hier Abhilfe schaffen.
  1. Unzureichende Kommunikation mit Lieferanten
Ein weiterer häufiger Fehler ist die mangelnde Kommunikation und Kooperation mit Lieferanten. Eine Lieferkette ist nur so stark wie ihr schwächstes Glied. Unklare oder unregelmässige Informationsweitergabe führt zu Missverständnissen und verzögerten Lieferungen. Unternehmen sollten klare Kommunikationskanäle etablieren und regelmässige Meetings oder Updates mit ihren Lieferanten einplanen.
  1. Fehlende Überwachung und Analyse von Leistungskennzahlen
Viele Unternehmen versäumen es, geeignete Kennzahlen zur Überwachung der Lieferkettenleistung zu definieren und zu analysieren. Ohne diese Kennzahlen bleibt ein Grossteil der Betriebsabläufe im Verborgenen. Unternehmen sollten sicherstellen, dass sie relevante KPIs wie Lieferzeiten, Ausfälle oder den Lagerumschlag systematisch erfassen und analysieren.

Handlungsanleitung für die nächsten 14–30 Tage


  • Datenintegration vorantreiben
In den kommenden zwei Wochen sollte geprüft werden, welche Datenquellen aktuell bestehen und wie diese integriert werden können. Setzen Sie sich dabei das Ziel, innerhalb von 30 Tagen eine klare Strategie für die IT-Systemintegration zu entwickeln, um Datenflüsse zu harmonisieren.
  • Kommunikation verbessern
Innerhalb der nächsten 14 Tage sollten Sie Kontakt zu allen wesentlichen Lieferanten aufnehmen, um den Dialog zu intensivieren. Vereinbaren Sie regelmässige Meetings oder Telefonate und etablieren Sie ein System für den regelmässigen Austausch wichtiger Informationen, inklusive eines Protokolls der besprochenen Punkte.
  • Leistungskennzahlen definieren und überwachen
Starten Sie in den nächsten zwei Wochen damit, spezifische KPIs zu identifizieren, die für Ihre Lieferkette relevant sind. Richten Sie innerhalb von 30 Tagen ein Dashboard ein, auf dem diese Kennzahlen regelmäßig überwacht werden, und planen Sie eine wöchentliche Auswertungssitzung ein, um Verbesserungsmöglichkeiten rasch zu identifizieren.

Durch die Umsetzung dieser Massnahmen können Sie die Transparenz Ihrer Lieferkette signifikant erhöhen, was nicht nur zu effizienteren Prozessen, sondern auch zu einer besseren Positionierung gegenüber Kunden und Wettbewerbern führen wird.