Senkung der Fehlerkosten im Qualitätsmanagement

Autor: Roman Mayr

Senkung der Fehlerkosten im Qualitätsmanagement

Qualitätsmanagement ·

Kernaussage: Senkung der Fehlerkosten erfordert gezielte Analyse, Korrekturmassnahmen und kontinuierliche Überwachung.

Qualitätsmanagement ist ein zentraler Aspekt für den Erfolg von kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) in der Schweiz. Ein wesentlicher Bestandteil davon ist die Kontrolle der Fehlerkosten, die entstehen können, wenn Produkte oder Dienstleistungen nicht den festgelegten Standards entsprechen. Diese Kosten lassen sich in interne und externe Fehlerkosten unterteilen, wobei interne Fehler innerhalb des Unternehmens erkannt und korrigiert werden und externe Fehler zu Kundenreklamationen führen. Die Minimierung dieser Kosten ist entscheidend, um die Wettbewerbsfähigkeit zu steigern und Gewinne zu sichern.

Typische Fehler im Qualitätsmanagement

Einer der häufigsten Fehler im Qualitätsmanagement ist die unzureichende Schulung der Mitarbeitenden. Oft fehlt es an umfassenden Trainingsprogrammen, die die Mitarbeitenden in die Lage versetzen, fehlerfrei zu arbeiten. Die Korrektur dieses Fehlers erfordert die Einführung regelmässiger Schulungen und Weiterbildungen, da gut ausgebildeten Mitarbeitenden weniger Fehler unterlaufen und sie in der Lage sind, potenzielle Probleme frühzeitig zu erkennen.

Ein weiterer typischer Fehler ist die fehlende Standardisierung von Prozessen. Ohne klare Prozessbeschreibungen und Checklisten kann es zu erheblichen Abweichungen in der Fertigung oder der Dienstleistungserbringung kommen. Die Standardisierung erfordert die Dokumentation aller relevanten Arbeitsabläufe, um sicherzustellen, dass alle Mitarbeitenden nach denselben Vorgaben arbeiten und so die Fehleranfälligkeit reduziert wird.

Ein dritter häufiger Fehler ist die unzureichende Überwachung und Analyse von Qualitätskennzahlen. Viele Unternehmen vernachlässigen es, regelmässig Qualitätsdaten zu erheben und auszuwerten. Die Lösung besteht darin, ein kontinuierliches Monitoring-System zu implementieren, das Probleme frühzeitig identifiziert und deren Ursachen analysiert.

Handlungsanleitung für die nächsten 14–30 Tage


  1. Woche 1–2: Starten Sie mit einer umfassenden Schulung Ihrer Mitarbeitenden. Konzentrieren Sie sich auf kritische Bereiche, die in der Vergangenheit fehleranfällig waren. Die Schulungen sollten gezielt Wissen zu Prozessen und Qualitätsansprüchen vermitteln.
  2. Woche 2–3: Erarbeiten Sie gemeinsam mit Ihren Teams konkrete Prozessdokumentationen. Entwickeln Sie Standard Operating Procedures (SOPs) für alle kritischen Abläufe. Involvieren Sie die Mitarbeitenden aktiv bei der Erstellung, um deren Verständnis und Akzeptanz zu fördern.
  3. Woche 3–4: Implementieren Sie ein System zur Qualitätsüberwachung. Richten Sie wöchentliche Meetings ein, um die gesammelten Daten zu besprechen und Massnahmen bei Abweichungen einzuleiten. Nutzen Sie auch Feedback von Kunden, um Schwachstellen im System zu identifizieren und korrigieren.

Durch die zielgerichtete Umsetzung dieser Massnahmen können KMU die Fehlerkosten deutlich senken und langfristig die Qualität ihrer Produkte und Dienstleistungen verbessern, was letztlich zu einer höheren Kundenzufriedenheit und Wettbewerbsfähigkeit führt.