Sichere Cloud-Infrastrukturen: Schutz vor unbefugtem Zugriff

Autor: Roman Mayr

Sichere Cloud-Infrastrukturen: Schutz vor unbefugtem Zugriff

Cloud-Infrastruktur ·

Die Sicherheit und der Zugriff in der Cloud-Infrastruktur sind kritische Bereiche, die mit Bedacht verwaltet werden müssen, um datenschutzrechtliche und betriebliche Risiken zu minimieren. Unternehmen, die sich auf Cloud-Dienste verlassen, müssen sicherstellen, dass ihre Sicherheitsprotokolle robust und ihre Zugriffskontrollen präzise definiert sind.

Typische Fehler bei der Sicherung von Cloud-Infrastrukturen

Erstens kann die unzureichende Konfiguration von Sicherheitsprotokollen ein erhebliches Risiko darstellen. Oftmals werden Standardeinstellungen nicht verändert oder übersehen, was unbefugten Zugriff ermöglichen kann. Cloud-Anbieter bieten in der Regel eine Vielzahl von Sicherheitseinstellungen, die jedoch individuell angepasst werden müssen, um optimal zu wirken. Die Korrektur besteht darin, jede Sicherheitsrichtlinie auf ihre Relevanz zu prüfen und bei Bedarf anzupassen. Eine detaillierte Überprüfung der Dokumentation des Cloud-Anbieters sowie das periodische Nachprüfen der Einstellungen sind zwingend.

Ein weiteres häufiges Problem ist die mangelnde Kontrolle über Benutzerzugriffe. Unternehmen neigen dazu, Angaben zu Benutzerrechten unzureichend zu überwachen, was zu einer unkontrollierten Ausweitung von Zugriffsberechtigungen führen kann. Eine mögliche Lösung ist die Implementierung des Prinzips der minimalen Rechte. Jedes Benutzerkonto sollte ausschliesslich jene Zugriffsrechte haben, die zur Erfüllung der jeweiligen Aufgaben erforderlich sind. Dies kann durch regelmässige Audits der Zugriffsrechte sowie durch die Einführung von Rollenkonzepten erreicht werden.

Handlungsanleitung für die nächsten 14–30 Tage


  1. Sicherheitsbewertung durchführen: Unternehmen sollten eine komplette Sicherheitsbewertung ihrer aktuellen Cloud-Infrastruktur vornehmen. Identifizieren Sie Schwachstellen in den Konfigurationen und Sicherheitsrichtlinien. Dies sollte in den ersten sieben Tagen durchgeführt und abgeschlossen werden.
  2. Zugriffsrechte auditieren: Beginnen Sie ab dem achten Tag mit einem Audit der bestehenden Benutzerzugriffsrechte. Stellen Sie sicher, dass alle Konten das Prinzip der minimalen Rechte einhalten und entfernen Sie unnötige Privilegien. Dieser Prozess sollte idealerweise in zwei Wochen abgeschlossen sein.
  3. Fortbildung und Schulung: Parallel zur Durchführung der technischen Überprüfungen sollten Sie sicherstellen, dass Ihr IT-Personal und alle relevanten Benutzer gut über die Best Practices in der Cloud-Sicherheit informiert sind. Planen Sie dazu Schulungen oder Briefings innerhalb von 14 Tagen ein.
  4. Implementierung von Monitoring-Tools: In der letzten Woche des 30-tägigen Plans sollten Monitoring-Tools evaluiert und implementiert werden, die kontinuierlich Aktivitäten überwachen und bei anomalen Verhaltensweisen Alarm schlagen.

Durch die konsequente Beachtung und Umsetzung dieser Schritte können Unternehmen ihre Cloud-Infrastruktur gegen unbefugte Zugriffe und sicherheitsbezogene Risiken besser absichern.