
Sichere Gesundheits-KI durch Datenschutzvorgaben
Künstliche Intelligenz (KI) im Gesundheitswesen kann den Zugang zur medizinischen Versorgung verbessern und die Diagnosegenauigkeit erhöhen. Doch ihr erfolgreicher und rechtskonformer Einsatz hängt von der Einhaltung strenger Datenschutzvorschriften ab. Datenschutzkonforme Gesundheits-KI setzt voraus, dass sensible Patientendaten sicher verarbeitet werden. Dazu sind sowohl technische als auch organisatorische Massnahmen nötig, um das Risiko von Datenmissbräuchen oder -lecks zu minimieren.
Typische Fehler bei der Implementierung von Gesundheits-KI
Ein häufig vorkommender Fehler ist die unzureichende Anonymisierung medizinischer Daten. In vielen Fällen wird angenommen, dass das einfache Entfernen von offensichtlichen Identifikatoren, wie Name oder Adresse, ausreicht, um Daten zu anonymisieren. Diese Annahme verkennt, dass durch die Kombination verschiedener Datenpunkte Rückschlüsse auf Einzelpersonen möglich sein können. Die Korrektur besteht darin, eine robustere Pseudonymisierung oder Anonymisierungstechnik anzuwenden, welche sicherstellt, dass die Reidentifizierung von Einzelpersonen aus den vorhandenen Daten auch durch die geschickte Kombination mehrerer Datenelemente ausgeschlossen wird.
Ein zweiter typischer Fehler ist der Mangel an klar dokumentierten Prozessen für den Zugang und die Verarbeitung von Daten. Oftmals sind die Zugangsrechte missverständlich oder unzureichend geregelt. Dies kann Mitarbeitende dazu verleiten, unbeabsichtigt gegen Datenschutzrichtlinien zu verstossen. Um dies zu korrigieren, sollten klare Richtlinien und Protokolle entwickelt und kommuniziert werden. Die Mitarbeitenden sind regelmässig zu schulen, um sicherzustellen, dass alle den korrekten Umgang mit sensiblen Daten verstehen und beachten.
Handlungsanleitung für die nächsten 14–30 Tage
In der ersten Woche sollten Unternehmen eine umfassende Überprüfung ihrer aktuellen Datenverarbeitungsmethoden durchführen. Dabei sind besonders die Prozesse zur Anonymisierung sowie die bestehenden Zugangsberechtigungen zu evaluieren. Sollten Lücken gefunden werden, gilt es, diese sofort anzusprechen und erste Massnahmen zur Korrektur einzuleiten.
In der zweiten Woche empfiehlt es sich, den Fokus auf die Schulung der Mitarbeitenden zu legen. Sensibilisierungsmassnahmen zu Datenschutzbestimmungen und die Einführung klarer Prozesse und Verantwortlichkeiten sind entscheidend, um das Verständnis und die Einhaltung der Vorgaben sicherzustellen.
Ab der dritten Woche sollte ein fortlaufendes Kontrollsystem etabliert werden, um die Einhaltung der Datenschutzrichtlinien regelmässig zu überwachen. Dazu gehört die Implementierung eines Monitoring-Systems, das nicht nur auf technische Anomalien achtet, sondern auch bei unautorisierter Datenzugriff oder ungewöhnlichen Verarbeitungsmethoden Alarm schlägt.
Indem Unternehmen in diesen Wochen strukturiert durch die genannten Schritte navigieren, können sie ihre Gesundheits-KI nicht nur alltäglich datenschutzkonform gestalten, sondern auch das Vertrauen sämtlicher Beteiligter in ihre Systeme und Prozesse nachhaltig stärken.