Sicherheitsstrategien für autonome Roboter in KMU

Autor: Roman Mayr

Sicherheitsstrategien für autonome Roboter in KMU

Autonome Systeme & Robotik ·

Sicherheitskonzepte für autonome Roboter in KMU

Autonome Roboter bieten für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) erhebliche Effizienzsteigerungen. Doch mit der Einführung dieser Technologien gehen auch Sicherheitsherausforderungen einher. Zu Beginn eines solchen Projekts ist die Implementierung eines durchdachten Sicherheitskonzepts entscheidend, um Risiken zu minimieren und den erfolgreichen Betrieb zu gewährleisten.

Typische Fehler und deren Korrektur


  1. Fehlerhafte Risikobewertung
Viele Unternehmen unterschätzen die Bedeutung einer umfassenden Risikobewertung, bevor ein autonomes System in Betrieb genommen wird. Eine fehlerhafte Einschätzung kann dazu führen, dass potenzielle Gefahren nicht erkannt werden.

Korrektur: Führen Sie eine systematische Risikobewertung durch, die alle Einsatzszenarien und Umgebungsbedingungen berücksichtigt. Dies sollte in Zusammenarbeit mit Experten erfolgen, die Erfahrung im Bereich automatisierter Systeme haben, und sich auf international anerkannte Standards wie die ISO 12100 beziehen.

  1. Unzureichende Schulung des Personals
Häufig wird das Personal nicht ausreichend geschult, um mit autonomen Systemen zu interagieren oder Notfallsituationen angemessen zu bewältigen. Dies kann das Unfallrisiko erhöhen.

Korrektur: Planen Sie umfassende Schulungsmassnahmen ein, die nicht nur technische Kenntnisse, sondern auch Sicherheitsprotokolle umfassen. Regelmässige Weiterbildung und Auffrischungskurse sollten im Standardbetrieb integriert werden.

  1. Vernachlässigung der Wartung und Updates
Autonome Systeme sind auf kontinuierliche Wartung und Software-Updates angewiesen. Dieses Bedürfnis wird jedoch häufig übersehen, was zu Sicherheitslücken führen kann.

Korrektur: Implementieren Sie einen festen Wartungsplan und stellen Sie sicher, dass Software-Updates regelmässig installiert werden. Dies sollte von geschultem Personal durchgeführt werden, um die Integrität der Systeme zu erhalten.

Handlungsanleitung für die nächsten 14–30 Tage


  • Tag 1–7: Starten Sie mit der Durchführung einer umfassenden Risikobewertung Ihrer aktuellen oder geplanten autonomen Systeme. Dokumentieren Sie alle möglichen Gefahren und entwickeln Sie einen Plan zur Risikominderung. Beteiligen Sie hierbei Experten oder Dienstleister, die sich auf dieses Gebiet spezialisiert haben.
  • Tag 8–14: Organisieren Sie Schulungen für Ihr Personal. Die Schulungen sollten praktische Übungen einschliessen und auf spezifische Gefahren hinweisen, die während der Risikobewertung identifiziert wurden. Überprüfen Sie auch die Lernmaterialien, um sicherzustellen, dass sie alle relevanten Sicherheitsaspekte abdecken.
  • Tag 15–21: Entwickeln Sie einen Wartungs- und Update-Plan für Ihre autonomen Systeme. Legen Sie Verantwortliche fest und definieren Sie klare Intervalle für vorgeschriebene Wartungen und geplante Software-Updates.
  • Tag 22–30: Evaluieren Sie die bisher umgesetzten Massnahmen und passen Sie diese gegebenenfalls an. Sammeln Sie Rückmeldungen vom Personal und beobachten Sie die Interaktion mit den autonomen Systemen. Planen Sie weitere Informations- oder Schulungsmassnahmen auf Basis der gesammelten Feedbacks.

Durch eine systematische und proaktive Herangehensweise an die Sicherheit autonomer Roboter können KMU deren Potenzial optimal nutzen und gleichzeitig die Sicherheit am Arbeitsplatz gewährleisten.