
Soziale Medien für strategisches Employer Branding nutzen
Kernaussage: Social Media effektiv nutzen, um die Arbeitgebermarke zu stärken
Im digitalen Zeitalter bietet Social Media eine wertvolle Plattform, um das Employer Branding gezielt zu fördern. KMU in der Schweiz können durch eine strategische Nutzung dieser Kanäle ihre Arbeitgebermarke stärken und qualifizierte Talente anziehen. Doch der Erfolg hängt davon ab, typische Fehler zu vermeiden und einen klaren Plan zu befolgen.
Typische Fehler bei der Nutzung von Social Media fürs Employer Branding
Erstens neigen viele Unternehmen dazu, ihre Social-Media-Aktivitäten willkürlich und ohne klare Strategie zu betreiben. Es fehlt an einem kohärenten Plan, der die Botschaften, die Zielgruppe und die genutzten Plattformen klar definiert. Diese planlose Herangehensweise führt dazu, dass Inhalte zufällig erscheinen und die angestrebte Zielgruppe nicht erreichen.
Zweitens wird oft der Fehler gemacht, die Inhalte nicht an die jeweilige Plattform anzupassen. Was auf LinkedIn funktioniert, muss nicht unbedingt auch auf Instagram oder Facebook erfolgreich sein. Jede Plattform hat ihre eigene Nutzerbasis und Stil, und Inhalte sollten dementsprechend variieren, um die bestmögliche Wirkung zu erzielen.
Drittens fehlt es häufig an authentischem Content. Viele Unternehmen posten generische Inhalte, die wenig über die Unternehmenskultur aussagen und keine Verbindung zur Zielgruppe herstellen. Dadurch geht eine grosse Chance verloren, potenzielle Bewerber durch authentische Einblicke ins Unternehmen zu binden.
Korrektur der Fehler
Um den ersten Fehler zu beheben, ist es wichtig, eine klare Social-Media-Strategie zu entwickeln. Beginnen Sie mit der Definition Ihrer Ziele: Möchten Sie die Unternehmenswerte kommunizieren, die Mitarbeiterbindung erhöhen oder neue Talente gewinnen? Anschliessend legen Sie die Zielgruppe fest und bestimmen, welche Plattformen am geeignetsten sind, um diese zu erreichen.
Im Hinblick auf den zweiten Fehler müssen Inhalte massgeschneidert erstellt werden. Analysieren Sie die Demografie und Vorlieben Ihrer Zielgruppe auf den verschiedenen Plattformen und passen Sie Ihre Inhalte entsprechend an. Betrachten Sie LinkedIn als Ort für professionelle, branchenbezogene Diskussionen, während Instagram für visuelle Eindrücke aus dem Arbeitsalltag geeignet ist.
Zur Korrektur des dritten Fehlers sollten Sie authentische Geschichten und Erlebnisse aus dem Unternehmen teilen. Lassen Sie aktuelle Mitarbeiter zu Wort kommen, um ihre persönlichen Erfahrungen zu erzählen. Dies vermittelt potenziellen Bewerbern einen realistischen Eindruck von der Arbeitskultur und den Werten des Unternehmens.
Handlungsanleitung für die nächsten 14–30 Tage
- Tag 1–3: Entwickeln Sie eine umfassende Social-Media-Strategie. Definieren Sie Ziele, Zielgruppe und die Plattformen, die Sie bespielen möchten.
- Tag 4–10: Erstellen Sie variierende Content-Formate, die auf die verschiedenen Plattformen zugeschnitten sind. Planen Sie Story-Postings für Instagram und detaillierte Beiträge für LinkedIn.
- Tag 11–20: Sammeln Sie authentische Inhalte aus dem Unternehmensalltag. Interviews mit Mitarbeitern, Bilder von Teamaktivitäten und Einblicke in den Büroalltag bieten hervorragendes Material.
- Tag 21–30: Starten Sie die Veröffentlichung anhand des Content-Plans und analysieren Sie die Resonanz. Passen Sie Ihre Strategie bei Bedarf an, basierend auf den gesammelten Daten und Rückmeldungen.
Mit diesem strukturierten Vorgehen können KMU ihre Präsenz in sozialen Medien gezielt nutzen, um das Employer Branding nachhaltig zu stärken. Das Ergebnis ist eine stärkere Arbeitgebermarke, die in der Lage ist, Talente anzuziehen und zu binden.