Spracherkennung in Voicebots verbessern

Autor: Roman Mayr

Spracherkennung in Voicebots verbessern

Voicebots & Telefonie ·

Effektive Spracherkennung beginnt mit robuster Konfiguration

Die präzise Funktionalität von Voicebots hängt entscheidend von der Konfiguration der Spracherkennung ab. Eine robuste Konfiguration berücksichtigt die Vielschichtigkeit und Variabilität menschlicher Sprache, vermeidet häufige Fehlinterpretationen und sichert so die Zufriedenheit der Kunden. Zwei bis drei typische Fehler in der Konfiguration sollen näher beleuchtet und Lösungen zu deren Behebung angeboten werden.

Typische Fehler in der Spracherkennung

Ein häufiger Fehler ist die unzureichende Berücksichtigung von Dialekten und Akzenten. Schweizerdeutsch weist zahlreiche Dialekte auf, die von der Standardsprache abweichen. Viele Systeme scheitern daran, lokale Unterschiede zu erkennen, wenn sie nicht darauf konfiguriert sind. Die Lösung besteht darin, die Training-Datensätze mit lokalen Sprachvarianten anzureichern und Spracherkennungssysteme spezifisch für schweizerdeutsche Dialekte zu kalibrieren.

Ein zweiter typischer Fallstrick ist das unzureichende Management von Homophonen und Mehrdeutigkeiten. Wörter, die ähnlich klingen, müssen im Kontext richtig verstanden werden. Durch Einbindung eines umfassenden NLP-Systems (Natural Language Processing) kann der Kontext klarer erkannt und Fehler minimiert werden. Insbesondere hilft es, das System mit einem flexiblen Regelwerk für Kontextverständnis auszustatten.

Ein dritter häufiger Fehler ist die mangelnde Fähigkeit, mit Hintergrundgeräuschen umzugehen. Insbesondere im Mobilfunkbereich oder bei lauter Umgebung leidet die Präzision der Spracherkennung. Eine geeignete Strategie zur Lärmfilterung und die Nutzung von Algorithmen zur Geräuschunterdrückung, die in die Systemsprache integriert werden, sind hierbei essenziell.

Handlungsanleitung für die nächsten 14–30 Tage

In den kommenden zwei bis vier Wochen empfiehlt es sich, die gegenwärtig eingesetzten Spracherkennungssysteme einer grundlegenden Analyse zu unterziehen.

  1. Dialekten und Akzenten entgegenkommen: Beginnen Sie damit, bestehende Sprachdatenbanken zu prüfen und zu bewerten, ob diese die existierende Dialektvielfalt ausreichend abdecken. Ergänzen Sie Ihr Datenvolumen mit authentischen Aufnahmen aus verschiedenen Regionen der Schweiz und trainieren Sie die Erkennungssysteme erneut.
  2. Kontextualisierung stärken: Implementieren Sie ein NLP-System, das speziell darauf ausgelegt ist, semantische Analysen durchzuführen. Testen Sie es, indem Sie es auf typische Gesprächsszenarien hinkonfigurieren und den Erfolg der Kontexteinschätzung evaluieren.
  3. Geräuschunterdrückung optimieren: Überprüfen Sie bestehende Technologien zur Geräuschreduktion und stellen Sie sicher, dass Ihre Systeme auf dem neuesten Stand der Technik arbeiten. Evaluieren Sie neue Algorithmen hinsichtlich ihrer Effizienz und integrieren Sie gegebenenfalls verbesserte Verfahren.

Parallel sollte ein kontinuierliches Monitoring eingerichtet werden, um die Verbesserung der Spracherkennung fortlaufend zu überwachen und Anpassungsbedarf früh zu erkennen. Dies sichert nicht nur die Qualität der Spracherkennung, sondern erhöht auch die Kundenzufriedenheit nachhaltig.