Stakeholder berücksichtigt.

Autor: Roman Mayr

Stakeholder berücksichtigt.

Digitale Plattformen ·

Die Entwicklung einer soliden Plattformstrategie ist essenziell für KMU, um im digitalen Zeitalter wettbewerbsfähig zu bleiben. Der Kern einer erfolgreichen Plattformstrategie liegt in der klaren Definition der Ziele und der sorgfältigen Auswahl der geeigneten Technologien. Eine Plattformstrategie kann KMU dabei helfen, neue Märkte zu erschliessen, die Kundenbindung zu stärken und die betriebliche Effizienz zu steigern. Doch bei der Entwicklung einer solchen Strategie werden häufig Fehler gemacht, die den Erfolg gefährden können.

Fehler 1: Zu breiter Fokus

Ein gängiger Fehler bei der Entwicklung einer Plattformstrategie ist der Versuch, zu viele Bereiche gleichzeitig abzudecken. Diese Vorgehensweise führt oft zu einer Überlastung der Ressourcen und zu einem unklaren strategischen Fokus. Unternehmen, die ihre Plattformstrategie zu breit ansetzen, verlieren leicht den Überblick und die Kontrolle über Kosten und Implementierung.

Korrektur: KMU sollten ihre Strategie auf spezifische Ziele und Kernbereiche konzentrieren, die den grössten Mehrwert bieten. Eine gründliche Analyse der internen Ressourcen und der Kundenbedürfnisse hilft dabei, Prioritäten richtig zu setzen und die Plattformstrategie fokussiert zu gestalten.

Fehler 2: Unzureichende Einbindung von Stakeholdern

Ein weiterer häufiger Fehler ist die unzureichende Einbeziehung von internen und externen Stakeholdern in die Entwicklung der Plattformstrategie. Ohne Einblick in die Perspektiven und Bedürfnisse aller Beteiligten kann die Strategie schnell an Relevanz und Umsetzbarkeit verlieren.

Korrektur: Eine effektive Plattformstrategie erfordert eine enge Zusammenarbeit mit allen relevanten Stakeholdern. Regelmässige Workshops und Feedback-Sitzungen können sicherstellen, dass die Strategie die Anforderungen aller beteiligten Parteien berücksichtigt und unterstützt wird.

Fehler 3: Mangelnde Anpassungsfähigkeit

Viele Unternehmen entwickeln eine Plattformstrategie als starres Modell, das kaum Spielraum für Anpassungen bietet. Diese mangelnde Flexibilität führt zu Problemen, wenn sich Marktbedingungen oder Kundenbedürfnisse ändern.

Korrektur: Die Strategie sollte als dynamischer Plan verstanden werden, der regelmässig überprüft und bei Bedarf angepasst werden kann. KMU profitieren von einem agilen Ansatz, bei dem sie schnell auf Veränderungen reagieren und ihre Strategie entsprechend der neuen Gegebenheiten anpassen können.

Handlungsanleitung für die nächsten 14–30 Tage


  1. Initialtreffen organisieren: Setzen Sie ein erstes Treffen mit dem Führungsteam und wichtigen Stakeholdern an, um die Ziele und den Umfang Ihrer Plattformstrategie festzulegen. Diskutieren Sie die Bedürfnisse des Unternehmens und der Kunden und identifizieren Sie Kernbereiche für Ihre Strategie.
  2. Ressourcen und Fähigkeiten evaluieren: Führen Sie eine Bestandsaufnahme der verfügbaren internen Ressourcen durch. Prüfen Sie, ob externe Berater oder Technologieexperten hinzugezogen werden müssen, um Lücken zu füllen.
  3. Stakeholder-Workshops durchführen: Organisieren Sie Workshops, um Meinungen und Anregungen von internen und externen Interessengruppen zu sammeln. Nutzen Sie diese Inputs, um eine fundierte Basis für Ihre Strategie zu schaffen.
  4. Strategiedokument erstellen: Entwickeln Sie ein Strategiedokument, das eine klare Roadmap der geplanten Aktivitäten und Milestones enthält. Stellen Sie sicher, dass darin auch Flexibilität für Anpassungen eingeplant ist.
  5. Überprüfung und Anpassung: Planen Sie regelmässige Überprüfungen Ihrer Strategie ein, um deren Relevanz und Wirksamkeit sicherzustellen. Bleiben Sie agil und passen Sie den Plan an, wenn sich Bedingungen oder Ziele ändern.

Die Umsetzung dieser Schritte wird Ihr Unternehmen dabei unterstützen, eine durchdachte und effiziente Plattformstrategie zu entwickeln, die den Anforderungen der digitalen Welt gerecht wird.