Stakeholder-Kommunikation im Wandel meistern

Autor: Roman Mayr

Stakeholder-Kommunikation im Wandel meistern

Change Kommunikation ·

Gezielte Stakeholder-Kommunikation im Wandel

Eine erfolgreiche Change Kommunikation erfordert eine gezielte Information der Stakeholder. Der Hauptansatz hierbei ist, dass die richtigen Informationen zur richtigen Zeit an die richtigen Personen gelangen, um Missverständnisse zu vermeiden und Engagement zu fördern.

Typische Fehler in der Stakeholder-Kommunikation

Ein häufig auftretender Fehler ist die einheitliche Kommunikation an alle Stakeholdergruppen. Unterschiedliche Stakeholder haben unterschiedliche Informationsbedürfnisse und Erwartungen. Eine pauschale Ansprache kann leicht relevante Details übersehen, die für spezifische Gruppen von grosser Bedeutung sind. Dies führt oft zu Verwirrung oder Desinteresse.

Ein weiterer Fehler ist die fehlende Regelmässigkeit in der Kommunikation. Unregelmässige Updates oder lange Kommunikationspausen können Unsicherheiten unter den Stakeholdern verstärken. Im Rahmen von Veränderungsprozessen, wo Flexibilität und Anpassungsfähigkeit gefragt sind, kann dies hinderlich sein.

Zusätzlich ist die Vernachlässigung des Feedback-Prozesses ein häufiges Problem. Stakeholder fühlen sich übergangen, wenn ihre Rückmeldungen nicht berücksichtigt oder ernst genommen werden. Dies kann das Vertrauen untergraben und den Erfolg der Veränderung gefährden.

Korrektur der Fehler

Um den ersten Fehler zu beheben, sollte die Kommunikation gezielt auf die Bedürfnisse der einzelnen Stakeholdergruppen abgestimmt werden. Dies erfordert eine Stakeholder-Analyse, um die verschiedenen Gruppen und deren Informationsbedürfnisse zu identifizieren. Danach können massgeschneiderte Kommunikationspläne entwickelt werden.

Zur Bekämpfung der Unregelmässigkeit ist es sinnvoll, einen klaren Kommunikationsplan mit regelmässigen Updates zu etablieren. Diese sollten in einem konsistenten Rhythmus, sei es wöchentlich oder monatlich, erfolgen und proaktiv gesendet werden.

Um den Feedback-Prozess zu verbessern, sollten strukturierte Möglichkeiten geschaffen werden, über die Stakeholder ihre Rückmeldungen einbringen können. Dies kann durch regelmässige Umfragen oder Feedback-Runden geschehen. Es ist dabei wichtig, dass die eingegangenen Rückmeldungen ernsthaft überprüft und in die Entscheidungsprozesse integriert werden.

Handlungsanleitung für die nächsten 14–30 Tage


  1. Stakeholder-Analyse (Tag 1–5): Identifizieren Sie die verschiedenen Stakeholdergruppen und deren spezifische Interessen und Informationsbedürfnisse. Nutzen Sie dazu Workshops oder individuelle Gespräche, um die wichtigsten Themen und Formate der Kommunikation zu ermitteln.
  2. Erstellen eines Kommunikationsplans (Tag 6–10): Basierend auf den Erkenntnissen der Stakeholder-Analyse, entwickeln Sie einen massgeschneiderten Kommunikationsplan. Dieser sollte neben den Inhalten auch die geeigneten Kanäle und Häufigkeiten der Kommunikation festlegen.
  3. Implementierung der ersten Kommunikationsmassnahmen (Tag 11–20): Starten Sie mit der Umsetzung des Kommunikationsplans. Versenden Sie erste Informationsmaterialien an die Stakeholdergruppen und stellen Sie sicher, dass regelmässige Updates beispielsweise per Newsletter oder Intranet-Post geplant sind.
  4. Feedback einholen (Tag 21–30): Führen Sie eine erste Feedback-Runde durch, um Rückmeldungen zur bisherigen Kommunikation einzuholen. Analysieren Sie die Ergebnisse und justieren Sie den Kommunikationsplan entsprechend, um verbesserte Abläufe bei der nächsten Kommunikationsrunde zu gewährleisten.

Durch eine sorgfältig geplante und regelmässig durchgeführte Stakeholder-Kommunikation können Schweizer KMUs Veränderungsprozesse effizienter gestalten und die notwendige Akzeptanz für den Wandel sichern.