Strategien für die Einführung generativer KI in Schweizer KMU

Autor: Roman Mayr

Strategien für die Einführung generativer KI in Schweizer KMU

Generative KI im Unternehmen ·

Einführung generativer KI im Unternehmen: Vom Pilotprojekt zum Rollout in 30 Tagen

Der schnelle technologische Fortschritt im Bereich der generativen Künstlichen Intelligenz (KI) bietet Unternehmen beispiellose Möglichkeiten zur Effizienzsteigerung und Innovation. Doch trotz ihrer Potenziale gelingt der Übergang vom Pilotprojekt zur vollständigen Implementierung nicht immer reibungslos. Dieser Artikel gibt eine Übersicht darüber, wie Schweizer KMU die Einführung generativer KI in nur 30 Tagen erfolgreich umsetzen können.

Typische Fehler bei der Einführung generativer KI

Ein häufiger Fehler ist das Fehlen einer klaren Zieldefinition vor dem Start des Pilotprojekts. Ohne eindeutig definierte Ziele können die Ergebnisse des Piloten schwer interpretiert werden, was die Entscheidung für oder gegen den Rollout erschwert. Unternehmen sollten daher zu Beginn klare, messbare Ziele festlegen, die den geschäftlichen Anforderungen entsprechen.

Ein weiterer Fehler ist die Vernachlässigung von Datenschutz- und Compliance-Anforderungen. KI-Anwendungen können sensible Daten verarbeiten, was Datenschutzbedenken auslösen kann. Unternehmen müssen sicherstellen, dass alle datenschutzrechtlichen Bestimmungen eingehalten werden, bevor sie KI-Lösungen in die bestehenden Prozesse integrieren.

Schliesslich setzen viele Unternehmen auf überambitionierte Skalierungspläne ohne ausreichende Ressourcen. Eine schrittweise, ressourcengerechte Planung verhindert Überlastungen und stellt sicher, dass das Unternehmen in der Lage ist, die Lösungen effektiv zu nutzen und zu verwalten.

Handlungsanleitung für 14–30 Tage

Tage 1–7: Vorbereitungsphase


  • Zieldefinition: Ermitteln Sie klare, spezifische Ziele für den Einsatz der generativen KI, die auf die Geschäftsanforderungen abgestimmt sind.
  • Ressourcenplanung: Bestimmen Sie das notwendige Team und die technischen Voraussetzungen. Ein Plan, der sowohl interne als auch externe Ressourcen berücksichtigt, ist entscheidend.
  • Compliance-Check: Überprüfen Sie die Datenschutzanforderungen und andere rechtliche Bestimmungen. Stellen Sie sicher, dass alle geplanten KI-Anwendungen rechtskonform sind.

Tage 8–14: Pilotphase


  • Implementierung des Piloten: Testen Sie die generative KI in einem begrenzten Umfeld, basierend auf den definierten Zielen.
  • Training und Bildung: Schulen Sie das Personal, das direkt mit der KI-Lösung interagiert, um die Akzeptanz und das Verständnis zu gewährleisten.
  • Datensammlung und Analyse: Sammeln Sie Daten über die Leistung der KI und vergleichen Sie diese mit den Zielvorgaben.

Tage 15–21: Evaluierungsphase


  • Erfolgsmessung: Bewerten Sie die Ergebnisse des Piloten anhand der festgelegten Ziele. Nutzen Sie diese Daten, um Anpassungen vorzunehmen.
  • Feedback einholen: Sammeln Sie Rückmeldungen von den beteiligten Teams, um Verbesserungsbereiche zu identifizieren.

Tage 22–30: Rollout


  • Anpassungen und Optimierungen: Nehmen Sie notwendige Anpassungen basierend auf den in der Evaluierungsphase gesammelten Daten und Rückmeldungen vor.
  • Skalierung: Beginnen Sie mit dem kontrollierten Rollout, indem Sie die KI-Lösung in weiteren Geschäftsbereichen implementieren.
  • Fortlaufende Unterstützung: Stellen Sie sicher, dass fortlaufende Unterstützung und Schulungen für die beteiligten Mitarbeiter zur Verfügung stehen.

Durch diese strukturierte Vorgehensweise können Unternehmen sicherstellen, dass die Einführung generativer KI nicht nur den neuesten technologischen Standards entspricht, sondern auch den geschäftlichen Zielen gerecht wird. Eine klare Planung, kombiniert mit aufmerksamem Management, kann den Unterschied zwischen einem erfolgreichen Rollout und einem fehlgeschlagenen Versuch bedeuten.