Strategische Führung in Zeiten des Wandels

Autor: Roman Mayr

Strategische Führung in Zeiten des Wandels

Change Leadership ·

Führung von Teams durch Umbrüche: Präzise Strategie statt impulsives Handeln

In Zeiten des Wandels stehen Führungskräfte vor der Herausforderung, ihre Teams sicher durch Umbrüche zu navigieren. Eine klare Kommunikation und strategische Vorgehensweise sind entscheidend, um Unsicherheiten zu minimieren und den Erfolg des Veränderungsprozesses sicherzustellen. Typische Fehler in solchen Situationen können jedoch den Prozess erheblich erschweren und das Team demotivieren.

Fehler 1: Unklare Kommunikation der Ziele

Ein häufiges Problem bei Veränderungsprozessen ist die unzureichende Kommunikation der Gründe und Ziele des Umbruchs. Wenn Mitarbeitende nicht verstehen, warum Veränderungen notwendig sind, und welche Vorteile diese mit sich bringen, entsteht eine Atmosphäre der Unsicherheit. Um dies zu korrigieren, sollten Führungskräfte von Beginn an offen über die Gründe des Umbruchs informieren und die erwarteten Vorteile klar darstellen. Eine transparente Kommunikation schafft Verständnis und Vertrauen, was entscheidend für die Akzeptanz von Veränderungen ist.

Fehler 2: Vernachlässigung der emotionalen Dimension

Veränderungen können Unsicherheit und Ängste hervorrufen. Wenn Führungskräfte diesen emotionalen Aspekten keine Beachtung schenken und stattdessen ausschliesslich auf rationale Argumente setzen, fühlen sich Mitarbeitende oft ignoriert oder missverstanden. Daher ist es wichtig, Empathie zu zeigen und Raum für den Austausch von Sorgen und Bedenken zu schaffen. Regelmässige Teamgespräche und Feedbackrunden sind geeignete Instrumente, um den emotionalen Zustand der Mitarbeitenden besser zu verstehen und entsprechend darauf zu reagieren.

Fehler 3: Keine Einbindung des Teams in den Veränderungsprozess

Ein weiteres Hindernis für einen erfolgreichen Wandel ist das Ignorieren der wertvollen Inputs aus dem Team. Wenn Entscheidungen ausschliesslich im Führungskreis getroffen werden, ohne die Perspektiven der Mitarbeitenden einzubeziehen, kann dies zu Widerstand führen. Die Einbindung des Teams in den Veränderungsprozess erhöht nicht nur die Akzeptanz, sondern fördert auch innovative Lösungen. Mitarbeitende sollen ermutigt werden, Ideen zu teilen und aktiv an der Umsetzung von Veränderungen mitzuarbeiten.

Handlungsanleitung für die kommenden 14-30 Tage


  1. Kommunikationsstrategie entwickeln: Beginnen Sie umgehend mit der Ausarbeitung eines umfassenden Kommunikationsplans. Definieren Sie klare Botschaften, erklären Sie die Notwendigkeit der Veränderungen und skizzieren Sie die nächsten Schritte.
  2. Regelmässige Meetings einplanen: Setzen Sie wöchentliche Meetings an, um über den Fortschritt zu informieren und Sorgen der Mitarbeitenden zu adressieren. Diese Treffen sollten als Plattform für offenen Austausch genutzt werden.
  3. Feedback einholen und auswerten: Erstellen Sie ein System für anonymes Feedback, um ehrliche Rückmeldungen der Mitarbeitenden zu den Veränderungen zu erhalten. Nutzen Sie diese Inputs, um den Prozess bedarfsgerecht anzupassen.
  4. Rollen und Verantwortlichkeiten klären: Stellen Sie sicher, dass alle Teammitglieder ihre spezifischen Aufgaben verstehen und wissen, wie ihre Rolle zur Erreichung der Veränderungsziele beiträgt.
  5. Erfolge feiern: Identifizieren und kommunizieren Sie frühzeitige Erfolge und Verbesserungen, um die Moral zu heben und das Vertrauen in den Veränderungsprozess zu stärken.

Durch korrektive Massnahmen bei den genannten Fehlern und einem proaktiven Führungsansatz schaffen Sie ein solides Fundament für den gemeinsamen Erfolg im Wandel.