Strategische Nutzung von Mitarbeiterumfragen

Autor: Roman Mayr

Strategische Nutzung von Mitarbeiterumfragen

Mitarbeiterzufriedenheit ·

Mitarbeiterumfragen als Werkzeug zur Steigerung der Mitarbeiterzufriedenheit nutzen

Mitarbeiterumfragen sind ein wertvolles Instrument, um die Zufriedenheit und Motivation der Belegschaft zu messen und gezielt zu verbessern. Sie bieten die Möglichkeit, konstruktives Feedback zu sammeln und Probleme frühzeitig zu identifizieren. Allerdings ist der Nutzen solcher Umfragen stark abhängig von ihrer Durchführung und Auswertung. Die effektive Nutzung von Mitarbeiterumfragen kann die Arbeitsatmosphäre nachhaltig positiv beeinflussen.

Typische Fehler bei der Durchführung von Mitarbeiterumfragen:


  1. Unklare Zielsetzung:
Häufig fehlt es Umfragen an einer klaren Zielrichtung. Umfragen werden durchgeführt, ohne genau zu wissen, welche Informationen gewonnen werden sollen. Ohne klare Ziele können die Ergebnisse keine gezielte Verbesserung nach sich ziehen.
Korrektur: Vor der Durchführung der Umfrage sollten klar definierte Ziele festgelegt werden. Dies könnte beispielsweise die Identifikation von Weiterbildungsbedarfen oder das Ermitteln der Zufriedenheit mit den Arbeitsbedingungen sein.
  1. Komplizierte Fragestellungen:
Zu komplexe oder ungenaue Fragen führen dazu, dass Mitarbeiter die Umfrage nicht vollständig oder missverständlich beantworten, was die Verwertbarkeit der Ergebnisse beeinträchtigt.
Korrektur: Die Umfrage sollte präzise und leicht verständliche Fragen enthalten. Klare Sprache und einfache Antwortmöglichkeiten erhöhen die Teilnahmebereitschaft und die Qualität der Antworten.
  1. Fehlende Kommunikation über Ergebnisse:
Nachdem Umfragen durchgeführt wurden, werden die Ergebnisse oft nicht transparent kommuniziert oder es erfolgt keine Rückmeldung. Dies kann zu Frustrationen bei den Mitarbeitenden führen, die möglicherweise den Eindruck gewinnen, dass ihre Meinungen ungehört bleiben.
Korrektur: Nach der Auswertung der Umfrageergebnisse sollten diese zeitnah und offen mit allen Mitarbeitenden geteilt werden. Wichtig ist, auf der Basis der Ergebnisse konkrete Massnahmen zu kommunizieren und umzusetzen.

Handlungsanleitung für die nächsten 14–30 Tage:


  1. Planung (Tag 1–5): Definieren Sie die konkreten Ziele Ihrer Umfragen. Was möchten Sie herausfinden? Nutzen Sie diese Phase, um den Fragebogen zu konzipieren, und achten Sie darauf, dass die Fragen klar und das Format benutzerfreundlich ist.
  2. Durchführung (Tag 6–14): Starten Sie die Umfrage und informieren Sie die Mitarbeitenden über deren Zweck und Bedeutung. Nehmen Sie die Teilnahmehürden möglichst niedrig, indem Sie die Umfrage beispielweise anonym und online durchführen.
  3. Auswertung (Tag 15–21): Sammeln Sie die Ergebnisse und analysieren Sie diese im Kontext der zuvor festgelegten Ziele. Identifizieren Sie konkrete Stärken und Schwächen.
  4. Kommunikation (Tag 22–25): Teilen Sie die Ergebnisse transparent mit Ihrem Team. Erläutern Sie die Schlüsse, die Sie daraus ziehen, insbesondere welche Verbesserungsmassnahmen geplant sind.
  5. Massnahmen einleiten (Tag 26–30): Starten Sie mit der Umsetzung der identifizierten Massnahmen. Setzen Sie Prioritäten und planen Sie regelmässige Feedbackschleifen, um die Wirksamkeit zu überprüfen und bei Bedarf Anpassungen vorzunehmen.

Durch einen strukturierten Ansatz kann eine Mitarbeiterumfrage zu einem effektiven Mittel werden, die Mitarbeiterzufriedenheit nachhaltig zu steigern und eine offene Kommunikationskultur im Unternehmen zu fördern.