Strategische Planung der Mitarbeiterweiterbildung

Autor: Roman Mayr

Strategische Planung der Mitarbeiterweiterbildung

Mitarbeiterentwicklung & HR ·

Eine strategische Planung der Weiterbildung ist für Unternehmen von zentraler Bedeutung, um die Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten und Mitarbeitende zu motivieren. Diese Planung sollte sich nicht ausschliesslich an kurzfristigen Unternehmenszielen orientieren, sondern langfristig die Kompetenzen der Belegschaft entwickeln.

Typische Fehler bei der Weiterbildungsplanung

Ein häufiger Fehler ist das kurzfristige Denken. Unternehmen neigen dazu, Weiterbildungsbedarf nur dann zu erkennen, wenn bereits Lücken in den Fähigkeiten bestehen und Herausforderungen beim Erreichen der Geschäftsziele entstehen. Oftmals erfolgen dann ad-hoc Schulungsmassnahmen, die zwar kurzfristige Probleme lösen, jedoch keine langfristige Strategie darstellen. Die Korrektur besteht in der Schaffung eines kontinuierlichen Weiterbildungsrahmens, der regelmässig überprüft und angepasst wird.

Ein weiterer Fehler ist die unzureichende Bedarfsanalyse. Ohne eine systematische Analyse der bestehenden Kompetenzen und der zukünftigen Anforderungen entstehen oft Trainings, die nicht zum nachhaltigen Unternehmenserfolg beitragen. Eine strukturierte Bedarfserhebung, die sowohl die Perspektive der Mitarbeitenden als auch die strategischen Unternehmensziele berücksichtigt, ist hier essenziell.

Schliesslich wird oft die Erfolgskontrolle der Weiterbildungen vernachlässigt. Weiterbildungsmassnahmen werden zwar durchgeführt, aber deren Effektivität wird nicht systematisch überprüft. Um diesen Fehler zu vermeiden, sollten klare Kriterien und Indikatoren zur Messung des Lernerfolgs und der praktischen Anwendungsfähigkeit entwickelt werden.

Handlungsanleitung für die nächsten 14–30 Tage


  1. Analyse der Unternehmensziele und Kompetenzen (3–5 Tage):
Führen Sie eine gründliche Analyse der aktuellen und zukünftigen Unternehmensziele durch. Identifizieren Sie die notwendigen Kompetenzen, die zur Unterstützung dieser Ziele erforderlich sind. Nutzen Sie dafür sowohl interne Datenquellen als auch Marktanalysen.
  1. Systematische Bedarfsermittlung (7 Tage):
Entwickeln Sie eine strukturierte Vorgehensweise, um den Weiterbildungsbedarf zu ermitteln. Dies umfasst Mitarbeitendengespräche, Kompetenzmatrixen und Feedbackschleifen mit Führungskräften. Berücksichtigen Sie sowohl individuelle Entwicklungsbedürfnisse als auch teamübergreifende Anforderungen.
  1. Planung und Priorisierung der Massnahmen (4–8 Tage):
Auf Basis der Bedarfsermittlung planen Sie Weiterbildungsprogramme, die kurz-, mittel- und langfristige Ziele unterstützen. Priorisieren Sie die Massnahmen hinsichtlich ihres Beitrages zum Unternehmenserfolg und der Ressourcenverfügbarkeit, einschliesslich Budget und Zeit.
  1. Entwicklung eines Evaluationsplans (2–3 Tage):
Erstellen Sie ein System zur Bewertung des Weiterbildungserfolgs. Setzen Sie klare Meilensteine und Indikatoren, um Fortschritte zu messen. Planen Sie regelmässige Feedbackgespräche, um den Wissenstransfer sicherzustellen und bei Bedarf Anpassungen an den Weiterbildungsplänen vorzunehmen.

Durch die strukturierte Planung und regelmässige Überprüfung der Weiterbildungsstrategie positionieren Sie Ihr Unternehmen und Ihre Mitarbeitenden optimal für zukünftige Herausforderungen.