Strukturiertes Prompt Design für stabile Ergebnisse

Autor: Roman Mayr

Strukturiertes Prompt Design für stabile Ergebnisse

Prompt Engineering ·

Strukturierte Prompts für Stabilität: Eine Anleitung zur Vermeidung typischer Fehler

Die Präzision und Stabilität von Ergebnissen im Bereich des Prompt Engineerings hängen stark von der Strukturierung der Prompts ab. Ein gut durchdachter und klar strukturierter Prompt kann die Effektivität und Konsistenz der Ausgabe eines Modells erheblich verbessern. Ziel ist es, den Eingaben eine klare Richtung zu geben, um die gewünschte Ausgabe zuverlässig zu produzieren. Im Folgenden werden häufige Fehler bei der Erstellung von Prompts aufgezeigt und Wege zur Verbesserung beschrieben.

Typische Fehler und deren Korrektur


  1. Unklare Anweisungen:
Bei der Erstellung von Prompts kann es leicht geschehen, dass die Anweisungen zu vage oder allgemein sind. Ein Prompt wie „Beschreibe ein Produkt“ kann in vielerlei Hinsicht interpretiert werden und zu unvorhersehbaren Ergebnissen führen. Um dies zu korrigieren, sollte die geforderte Aufgabe so spezifisch wie möglich beschrieben werden. Stattdessen könnte der Prompt lauten: „Erkläre die Hauptmerkmale und Vorteile des Produkts X in maximal 50 Wörtern.“
  1. Zu viele Informationen in einem Prompt:
Ein häufiges Problem ist, dass in einem einzigen Prompt zu viele Anforderungen oder Fragen gestellt werden. Dies überlastet das Modell und führt oft zu unkonzentrierten oder unvollständigen Antworten. Um dies zu vermeiden, ist es ratsam, den Prompt in mehrere Schritte oder Fragen zu unterteilen, die jeweils eine klar definierte Aufgabe stellen. Dies unterstützt die schrittweise Bearbeitung und erhöht die Klarheit der Ausgabe.
  1. Mangel an Kontext:
Oft fehlt es einem Prompt an ausreichendem Kontext, was das Modell behindern kann, die Anfrage korrekt zu verstehen. Ein Prompt wie „Liste die Vorteile auf“ gibt keine Informationen darüber, worauf sich die Vorteile beziehen sollten. Eine Verbesserung besteht darin, den Kontext in den Prompt zu integrieren, etwa: „Liste die Vorteile von nachhaltigen Verpackungsmaterialien im Vergleich zu herkömmlichen Materialien auf.“

Handlungsanleitung für die nächsten 14–30 Tage


  1. Analyse bestehender Prompts:
Nehmen Sie sich in den ersten sieben Tagen die Zeit, Ihre aktuellen Prompts zu überprüfen und auf die besprochenen Fehler zu analysieren. Achten Sie dabei besonders auf vage Formulierungen und überladene Informationen.
  1. Überarbeitung und Testen:
Arbeiten Sie in den darauf folgenden zehn Tagen an der Umformulierung Ihrer Prompts. Setzen Sie Prioritäten auf Klarheit, Spezifität und ausreichend Kontext. Erstellen Sie Variationen Ihrer bestehenden Prompts und testen Sie deren Auswirkungen auf die Ergebnisse.
  1. Iteratives Feedback und Anpassung:
Nutzen Sie die letzten zehn bis fünfzehn Tage, um die Resultate Ihrer Änderungen zu evaluieren. Sollten sich weitere Ungenauigkeiten zeigen, passen Sie die Prompts entsprechend an. Holen Sie gegebenenfalls Feedback von Kollegen ein, um verschiedene Perspektiven zu berücksichtigen.

Durch die strukturierte Ausarbeitung und laufende Anpassung der Prompts wird nicht nur die Stabilität der Ergebnisse gesteigert, sondern auch der Optimierungsprozess systematisiert und professionalisiert. Durch den kontinuierlichen Verbesserungszyklus können Unternehmen von einer erhöhten Konsistenz und Qualität der Ausgaben profitieren.